Aller mit Buhnen im Herbst, Nebel über dem Wasser bei Sonnenaufgang

Angeln an der Aller

Mit fast 200 Buhnen zwischen Hademstorf und Verden ist die Aller ein Paradies für Raubfischangler. Hecht, Zander und Barsch warten in einem der strukturreichsten Flüsse Niedersachsens.

Warum die Aller ein besonderes Angelgewässer ist

Wenn du zum ersten Mal an der Aller stehst und den Blick über das Wasser schweifen lässt, siehst du sie: die Buhnen. Fast 200 Stück säumen den fischreichsten Abschnitt zwischen Hülsen und Verden. Jede einzelne ein kleines Universum für Raubfische. An den Buhnenköpfen wirbelt die Strömung, bildet Kehrwasser und schafft genau die Strukturen, die Zander, Hecht und Barsch lieben.

Die Aller ist ein 263 km langer Fluss, der im Harzvorgebirge entspringt und bei Verden in die Weser mündet. Aber erst ab Hademstorf wird es wirklich spannend: Hier fließt der Fluss ungehindert von Wehren und weist einen beeindruckenden Fischbestand auf. Der 117 km lange schiffbare Abschnitt ab Celle bietet dir kilometerlange Strecken mit hervorragenden Angelstellen.

Was die Aller besonders macht: Sie ist ein mittelschneller, leicht trüber Fluss. Für viele Gewässer wäre das ein Nachteil – für die Aller ist es ein Segen. Zander lieben trübes Wasser. Sie jagen hier auch am Tag, orientieren sich mit ihrem ausgeprägten Sehvermögen im Dämmerlicht und nutzen die Buhnen als perfekte Ansitzplätze.

Und das Beste: In Niedersachsen brauchst du für viele Gewässer keinen Fischereischein – nur einen Erlaubnisschein vom jeweiligen Pächter, meist ein Angelverein. Das macht den Einstieg ins Allerangeln besonders unkompliziert.

Die Buhnen: Dein Schlüssel zum Erfolg

Wenn du an der Aller erfolgreich sein willst, musst du die Buhnen verstehen. Unterhalb von Hülsen beginnt der fischreichste Abschnitt des Flusses. Hier weist die Aller eine Breite von 70-80 Metern auf und ist durch nahezu 200 Buhnen geprägt. Das sind künstliche Strukturen aus Holz oder Stein, die vom Ufer in den Fluss ragen.

Was macht Buhnen so attraktiv für Raubfische? Sie schaffen drei entscheidende Zonen:

  • Buhnenkopf: Hier trifft die Hauptströmung auf das Hindernis. Zander und Barsche lauern direkt am Kopf und schnappen sich vorbeitreibende Beute.
  • Kehrwasser: Hinter der Buhne bildet sich eine strömungsberuhigte Zone mit Wirbeln. Hier stehen Hechte und kleinere Raubfische.
  • Strömungskante: Der Übergang zwischen schneller und langsamer Strömung ist eine natürliche Nahrungsstraße für alle Räuber.

Wichtiger Hinweis: Buhnenköpfe sind Hänger-Hotspots. Besonders beim Spinnfischen und Grundangeln verlierst du hier Montagen. Plane also ein paar Ersatz-Gummifische oder Wobbler ein – die Investition lohnt sich.

Pro-Tipp für Buhnenstrecken: Wer Hechte sucht, sollte die flussabwärts gelegenen Buhnen abfischen. Hechte bevorzugen hintere Buhnen mit weniger Strömungsdruck, während Zander oft direkt am ersten Buhnenkopf stehen.

Diese Fischarten erwarten dich

Die Aller ist ausgesprochen fischreich und beherbergt sämtliche wichtigen mitteleuropäischen Fischarten. Egal ob du auf Raubfisch oder Friedfisch angelst – hier wirst du fündig.

Raubfische in der Aller

Die erfolgreichste Angelmethode an der Aller ist Spinnfischen. Kein Wunder, denn der Raubfischbestand ist hervorragend:

  • Zander: Der Star der Aller. Die trübe Wasserfarbe kommt ihnen entgegen – sie jagen auch tagsüber aktiv. Gute Exemplare zwischen 60-80 cm sind keine Seltenheit.
  • Hecht: Vor allem im Frühjahr und Herbst beißen Hechte gut. Sie stehen bevorzugt in den ruhigeren Bereichen hinter den Buhnen und in Schilfkanten.
  • Barsch: In Schwärmen unterwegs und immer auf der Jagd. Besonders an Buhnenköpfen und Brückenpfeilern findest du kapitale Exemplare.
  • Wels: Nachtaktive Jäger, die sich in unkrautbewachsenen Bereichen aufhalten. Welsangeln funktioniert hier besonders gut in den Sommermonaten.
  • Aal: Läuft vor allem im Herbst. Der Raubaal macht Jagd auf kleinere Fische und nimmt gerne tote Köderfische.
  • Rapfen: Diese kraftvollen Räuber jagen in der Strömung und bieten spektakuläre Oberflächenattacken.

Friedfische in der Aller

Auch Friedfischangler kommen an der Aller auf ihre Kosten. Mit Feedern oder Posenangeln kannst du folgende Arten fangen:

  • Karpfen: Besonders im Frühjahr und Sommer aktiv. Gute Bestände in ruhigeren Flussbereichen.
  • Brassen: In großen Schwärmen unterwegs. Perfekt fürs Feedern mit Mais oder Maden.
  • Döbel: Kampfstarke Fische, die sowohl mit der Spinnrute als auch mit Naturködern zu fangen sind.
  • Rotauge, Rotfeder, Schleie: Klassische Weißfische für entspannte Ansitze. Mit Pose und Wurm oder Maden fängst du sie zuverlässig.
  • Barbe: Die Strömungsjäger der Aller. Kraftvolle Kämpfer, die gerne am Grund nach Nahrung suchen.
  • Äsche, Bachforelle, Quappe: Diese Arten kommen vor, sind aber deutlich seltener und erfordern spezielles Wissen über ihre Standplätze.

Erfolgreiche Angelmethoden an der Aller

Die erfolgreichste Methode

An der Aller ist Spinnfischen die Nummer eins. Die Kombination aus Strömung, Strukturen und gutem Raubfischbestand macht jeden Wurf spannend.

Für Zander:

  • Köder: Gummifische in natürlichen Farben (Grün, Braun, Motor Oil). Größe 10-15 cm mit Jigköpfen zwischen 10-25 g je nach Strömung.
  • Führung: Klassisches Jiggen – zwei kräftige Kurbelbewegungen, dann auf Absinkphase achten. Der Biss kommt oft beim Absinken.
  • Beste Zeit: Dämmerung! Kurz vor Sonnenaufgang und die ersten zwei Stunden nach Sonnenuntergang sind Zanderzeit.
  • Hotspots: Buhnenköpfe, Brückenpfeiler, Strömungskanten. Wirf parallel zur Buhne und führe den Köder am Kopf vorbei.

Für Hecht:

  • Köder: Große Wobbler (10-15 cm) in grellen Farben, Spinner oder Gummifische ab 12 cm. Hechte mögen es auffällig.
  • Führung: Gleichmäßiges Einkurbeln mit gelegentlichen Stopps. Hechte attackieren oft in der Pause.
  • Hotspots: Hintere Buhnen mit weniger Strömung, Schilfkanten, Kehrwasser. Hechte lieben ruhige Bereiche mit Deckung.
  • Wichtig: Stahlvorfach verwenden! Hechtgebiss zerschneidet normale Schnur sofort.

Für Barsch:

  • Köder: Kleine Gummifische (5-8 cm), Drop-Shot-Montagen oder Mini-Wobbler.
  • Führung: Aggressives Zupfen und schnelle Beschleunigungen. Barsche lieben Action.
  • Hotspots: Buhnenköpfe, steinige Bereiche, Brücken. Barsche jagen in Schwärmen – wenn du einen hast, sind mehr da.

Ausrüstung: Eine mittlere Spinnrute 2,40-2,70 m mit 15-50 g Wurfgewicht ist ideal. Kombiniere sie mit einer 2500er oder 3000er Stationärrolle und 0,12-0,15 mm geflochtener Schnur. Kein Schnurdehnung bedeutet direkten Köderkontakt – du spürst jeden Zupfer.

Die besten Angelstellen an der Aller

Die Aller bietet auf 117 km schiffbarem Abschnitt ab Celle hunderte gute Angelstellen. Aber einige Spots stechen besonders hervor – Hotspots, die du unbedingt kennen solltest.

Meißemündung bei Hodenhagen

Wo zwei Flüsse zusammenfließen, entsteht immer ein Fisch-Hotspot. Die Meise ist ein kleiner Nebenfluss, der bei Hodenhagen in die Aller mündet. Genau diese Stelle ist legendär.

Warum ist die Mündung so gut? Die Meise bringt Nahrung, Sauerstoff und kühleres Wasser mit sich. Das zieht Kleinfische an – und wo Kleinfische sind, lauern Räuber. Zander, Hecht und Barsch nutzen die Mündungszone als Jagdrevier.

Tipp: Wirf deine Köder direkt in die Strömungskante, wo Aller und Meise aufeinandertreffen. Lass Gummifische oder Wobbler mit der Strömung abtreiben. Oft knallt es genau am Rand der beiden Wasserströme.

Buhnenstrecke vor Eilte

Wenn du ein echtes Buhnenparadies suchst, bist du vor Eilte richtig. Hier reiht sich Buhne an Buhne – eine ausgedehnte Strecke, die jedes Spinnfischer-Herz höherschlagen lässt.

Die Vielfalt macht's: Jede Buhne ist anders. Manche ragen weit ins Wasser, andere nur ein paar Meter. Manche haben steinige Köpfe, andere Holzkonstruktionen. Das bedeutet: Abwechslungsreiche Strukturen, unterschiedliche Strömungsmuster – und viele Fische.

Strategie: Fische dich systematisch von Buhne zu Buhne. Wirf parallel zur Buhne flussaufwärts, lass den Köder mit der Strömung zurücktreiben. Wenn du an einer Buhne nichts fängst – weiter zur nächsten. Irgendwo stehen die Räuber.

Schleuse bei Marklendorf

Schleusen sind Fisch-Magneten. Die Strömung, die durch die Schleuse entsteht, spült Nahrung heran. Das Tosbecken unter der Schleuse bietet sauerstoffreiches Wasser. Fische lieben diese Bereiche.

Wichtig: Beachte unbedingt die Bestimmungen vor Ort. Manche Bereiche direkt an Schleusen sind aus Sicherheitsgründen gesperrt. Halte dich an die Markierungen – Sicherheit geht vor.

Köder-Tipp: In der starken Strömung unter Schleusen brauchst du schwerere Jigköpfe (20-30 g), damit der Köder am Grund bleibt. Zander und Döbel stehen oft direkt im Tosbecken.

Abschnitt Westen bis Verden

Dieser Abschnitt kurz vor der Mündung in die Weser ist breit, tief und fischreich. Hier hat die Aller richtig Kraft entwickelt und bietet alle Strukturen, die ein Flussangler sich wünscht.

Besonderheit: In diesem Bereich sind die Friedfischbestände besonders stark. Brassen-Schwärme ziehen durch, Karpfen stehen in den ruhigeren Bereichen. Für Feeder-Angler ein Traum.

Zugang: Rund um Verden gibt es mehrere Zugänge zum Wasser. Der Verein der Sportfischer Verden e.V. bewirtschaftet große Teile des Abschnitts – Gastkarten sind erhältlich.

Strecke Hodenhagen – Ahlden – Eilte

Diese Strecke wird von Anglern besonders geschätzt. Wenn du Tageskarten kaufen möchtest, wird oft Ahlden empfohlen – die Aller ist dort breiter und es gibt mehr Buhnen als bei Hodenhagen.

Der Vorteil dieser Strecke: Große Vielfalt auf kleinem Raum. Du findest schnell fließende Abschnitte mit Buhnen für Raubfische und ruhigere Buchten für Friedfische. Perfekt, wenn du flexibel bleiben willst.

Die besten Spots im Vergleich

KriteriumTop-Hotspot
Meißemündung
Hodenhagen
Buhnenstrecke
Eilte
Schleuse
Marklendorf
Westen-Verden
Untere Aller
Für Anfänger geeignet
Raubfisch-Potential
Friedfisch-Potential
Strukturvielfalt
HochSehr hochMittelHoch
Zugänglichkeit
GutSehr gutEingeschränktGut

Brücken mit Pfeilern im Wasser sind oft unterschätzte Hotspots. Die Pfeiler bieten Schutz vor Tageslicht und Strömung, bilden Kehrwasser – perfekt für Zander und Barsche. Wirf dicht an die Pfeiler und führe den Köder langsam am Pfeiler entlang.

Saisonale Tipps fürs Allerangeln

Die Aller verändert sich mit den Jahreszeiten – und damit auch das Beißverhalten der Fische. Wer zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist, multipliziert seine Fangchancen.

Frühjahr (März bis Mai)

Das Frühjahr ist eine der besten Zeiten an der Aller. Die Wassertemperaturen steigen, die Fische werden nach dem Winter aktiv und haben Hunger.

  • Hecht: Beißt nach der Schonzeit wieder gut. Große Wobbler in natürlichen Farben bringen Erfolg.
  • Zander: Werden aktiver, suchen flachere Bereiche auf. Gummifische in Naturtönen sind top.
  • Karpfen: Beginnen zu fressen. Mit Boilies oder Mais kannst du die ersten Karpfen des Jahres fangen.
  • Aal: Vereinzelte Fänge möglich, richtig los geht es aber erst ab Mai.

Tipp: Konzentriere dich auf flachere, sich schnell erwärmende Bereiche. Sonnenexponierte Uferzonen sind jetzt Hotspots.

Sommer (Juni bis August)

Der Sommer ist herausfordernd. Bei Niedrigwasser und hohen Temperaturen ziehen sich die Fische in die Strommitte zurück – schwer zu erreichen vom Ufer aus.

  • Früh morgens angeln: Die ersten zwei Stunden nach Sonnenaufgang sind am erfolgreichsten. Dann ist das Wasser noch kühl.
  • Tiefe Löcher suchen: Fische stehen jetzt in den tiefsten Bereichen, wo es kühler ist.
  • Nachtangeln: Welse und Aale sind jetzt nachts besonders aktiv. Auch Zander jagen in der Dämmerung.

Geduld ist gefragt: Die Fische sind im Sommer wählerischer. Kleinere Köder und natürliche Präsentation bringen mehr Erfolg als aggressive Führung.

Herbst (September bis November)

Der Herbst ist die beste Jahreszeit an der Aller. Die Temperaturen sinken, die Fische fressen sich Reserven an – jetzt beißt es!

  • Hecht & Zander: Extrem aktiv im Buhnenbereich. Große Köder, aggressive Führung – die Räuber schlagen gnadenlos zu.
  • Raubaal: Läuft im Herbst. Nachts mit totem Köderfisch oder Wurm-Bündel sehr erfolgreich.
  • Friedfische: Sammeln sich an Futterstellen. Kehrströmungen, tiefe Bereiche und absterbende Krautfelder sind jetzt Top-Spots.

Herbst-Taktik: Fische systematisch alle Buhnen ab. Die Räuber ziehen umher und jagen aktiv. Wenn du eine produktive Buhne findest, bleib dort – oft kommen mehrere Fische nacheinander.

Winter (Dezember bis Februar)

Der Winter ist die ruhigste Zeit an der Aller. Die Fische sind träge, der Stoffwechsel verlangsamt sich. Aber: Wer Geduld hat, kann auch jetzt fangen.

  • Zander: Beißen auch im Winter, aber deutlich verhaltener. Langsame Köderführung ist Pflicht.
  • Döbel: Einer der wenigen Fische, die auch bei Kälte aktiv bleiben. Mit Maden oder kleinen Wobblern fängst du sie.
  • Quappe: Wird im Winter aktiv! Nachts mit Wurm am Grund hast du gute Chancen auf diesen seltenen Fisch.

Winter-Regel: Langsam führen, lange Pausen machen. Die Fische haben keinen Hunger auf schnelle Beute.

Angelkarten für die Aller: So kommst du ans Wasser

Bevor du an der Aller angeln kannst, brauchst du zwei Dinge: Einen Fischereischein (in Niedersachsen oft nicht nötig!) und einen Erlaubnisschein vom Gewässerpächter.

Fischereischein in Niedersachsen

In Niedersachsen gilt eine Besonderheit: An vielen Binnengewässern kannst du ohne Fischereischein angeln. Du benötigst lediglich einen Erlaubnisschein vom jeweiligen Pächter – meist ein Angelverein.

Wenn du aber langfristig in ganz Deutschland angeln möchtest, lohnt sich der Angelschein. Die Voraussetzungen unterscheiden sich je nach Bundesland.

Wo du Angelkarten kaufst

Die Aller wird von verschiedenen Angelvereinen bewirtschaftet. Hier bekommst du Gastkarten:

Angelverein Allertal-Hademstorf 1961 e.V.

  • Bewirtschaftet Gewässer im Aller-Leinetal
  • Website: www.av-allertal-hademstorf.de
  • Ideal für den Abschnitt Hademstorf und Umgebung

Verein der Sportfischer Verden (Aller) e.V.

  • Für den Abschnitt Verden-Otersen
  • Preise (Stand der Recherche): Tageskarte 10 €, Wochenkarte 30 €, Monatskarte 60 €
  • Website: www.sportfischer-verden.de

Anglerverband Niedersachsen e.V. (AVN)

  • Pächter mehrerer Aller-Gewässer
  • Gastkarten für Fischereischeininhaber erhältlich
  • Website: www.av-nds.de

Online-Angelkarten

Du kannst Angelkarten mittlerweile auch online kaufen. Praktisch, wenn du spontan ans Wasser willst:

  • hejfish.com – Über 3.000 Gewässer in Deutschland, digitale Angelkarten sofort verfügbar
  • meineangelkarte.de – Große Auswahl an Gewässern, unkomplizierte Buchung

Angelläden und Ausgabestellen

Im Umkreis von 50 km um Verden sind 57 Angelläden und Ausgabestellen registriert. Rund um Winsen/Aller sind es 53 Stellen. Du findest praktisch überall die Möglichkeit, eine Karte zu kaufen.

Tipp: Ruf vorher an oder prüfe online, welche Gewässerabschnitte die jeweilige Karte abdeckt. Manche Vereine haben nur bestimmte Strecken gepachtet.

Wichtig: Fischereigesetze und Bestimmungen können sich ändern und variieren je nach Bundesland und Gewässer. Informiere dich vor jedem Angelausflug über die aktuell geltenden Regelungen.

Ausrüstungs-Checkliste für die Aller

Spinnrute 2,40-2,70 m, Wurfgewicht 15-50 g

Stationärrolle 2500-3000, geflochtene Schnur 0,12-0,15 mm

Gummifische 8-15 cm in verschiedenen Farben

Jigköpfe 10-30 g je nach Strömung

Wobbler 8-15 cm für Hecht, kleinere für Barsch

Stahlvorfach für Hechtangeln (20-30 cm)

Feederrute mit Wechselspitzen für Friedfische

Futterkörbe in verschiedenen Größen

Posenset mit Laufposen 3-8 g

Haken Größe 14-18 für Friedfisch, 2-6 für Aal

Naturköder: Maden, Mais, Tauwürmer

Unterfangkescher mit langem Griff

Hakenlöser und Zange

Maßband zum Abmessen der Fische

Stirnlampe für Nachtangeln

Ersatzmaterial und Kleinteile

Häufige Fragen zum Angeln an der Aller

Die Aller beherbergt sämtliche wichtigen mitteleuropäischen Fischarten: Aal, Äsche, Bachforelle, Barbe, Barsch, Brassen, Döbel, Hecht, Karausche, Karpfen, Quappe, Rapfen, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Wels und Zander. Besonders erfolgreich bist du auf Zander, Hecht, Barsch und Brassen.

Die Meißemündung bei Hodenhagen ist ein absoluter Hotspot. Auch die Buhnenstrecke vor Eilte, die Schleuse bei Marklendorf und der Abschnitt unterhalb von Hülsen gelten als Top-Spots. Generell sind alle Buhnen und Brückenpfeiler vielversprechend.

Der fischreichste Abschnitt verfügt über nahezu 200 Buhnen. Sie schaffen Strukturen mit Strömungskanten und Kehrwasser, die Raubfischen wie Zander, Hecht und Barsch Schutz und Nahrung bieten. Besonders die Buhnenköpfe sind Hotspots, an denen Räuber auf Beute lauern.

Spinnfischen ist die erfolgreichste Methode, besonders für Hecht, Barsch und Zander. Die Kombination aus Strömung, Buhnen und gutem Raubfischbestand macht jeden Wurf spannend. Für Friedfische eignen sich Posenangeln und Feedern.

Im Frühjahr (März-Mai) beißen Hecht, Zander und Karpfen gut. Der Herbst (September-November) ist die beste Jahreszeit – Hecht und Zander sind im Buhnenbereich extrem aktiv, der Raubaal läuft. Für Zander sind Morgen- und Abenddämmerung ideal. Der Sommer ist herausfordernd wegen Niedrigwasser.

Bei lokalen Angelvereinen wie dem Angelverein Allertal-Hademstorf oder dem Verein der Sportfischer Verden. Gastkarten gibt es auch beim Anglerverband Niedersachsen. Online kannst du über hejfish.com oder meineangelkarte.de digitale Angelkarten kaufen. Im Umkreis von 50 km um Verden gibt es über 57 Ausgabestellen.

In Niedersachsen kannst du an vielen Binnengewässern ohne Fischereischein angeln. Du benötigst aber einen Erlaubnisschein vom jeweiligen Pächter (meist Angelverein). Langfristig lohnt sich trotzdem der Angelschein, wenn du deutschlandweit flexibel sein willst.

Die Aller ist als mittelschneller, trüber Fluss ideal für Zander. Am besten in der Dämmerung mit Gummifischen (10-15 cm, natürliche Farben) an Buhnenköpfen und Brückenpfeilern. Klassisches Jiggen mit Jigköpfen zwischen 10-25 g. Der Biss kommt oft beim Absinken.

Fazit: Die Aller – Ein Paradies für Flussangler

Die Aller bietet etwas, das nicht viele Flüsse in Deutschland können: Strukturvielfalt, exzellenten Fischbestand und unkompliziertes Angelrecht. Fast 200 Buhnen schaffen ein Paradies für Raubfischangler. Zander, Hecht und Barsch lauern an jedem Buhnenkopf. Friedfischangler finden in den ruhigeren Bereichen große Schwärme von Brassen und kapitale Karpfen.

Die trübe Wasserfarbe, die andere Angler abschreckt, macht die Aller zu einem erstklassigen Zandergewässer. Die Räuber jagen auch am Tag, nutzen ihr ausgeprägtes Sehvermögen im Dämmerlicht und schlagen gnadenlos zu.

Drei Dinge solltest du von der Aller mitnehmen:

  • Verstehe die Buhnen – Sie sind der Schlüssel zum Erfolg. Buhnenkopf, Kehrwasser und Strömungskante bieten unterschiedliche Fischstandorte.
  • Nutze die Jahreszeiten – Frühjahr und Herbst sind Top, Sommer erfordert Taktik und Geduld. Passe deine Strategie an.
  • Fische die Hotspots – Meißemündung, Buhnenstrecke Eilte, Schleuse Marklendorf. Diese Stellen haben sich bewährt.

Die Aller ist kein Gewässer für eine Stunde Schnellangeln. Sie belohnt Geduld, Beobachtung und strategisches Vorgehen. Wer sich die Zeit nimmt, die Buhnen abzufischen, die Strömungen zu lesen und zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein – der wird mit unvergesslichen Fängen belohnt. Also: Rute geschnappt, Gummifische eingepackt und ab zur Aller!

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