Panoramablick auf den Arendsee vom Nordufer mit Schilfgürtel und Angelsteg

Angeln am Arendsee

Deutschlands tiefster natürlicher See – Angelparadies für Hecht, Barsch und Maränen

Warum der Arendsee so besonders ist

Wenn du am Ufer des Arendsees stehst und auf die glatte Wasseroberfläche schaust, ahnst du nicht, was sich unter dir verbirgt. 52 Meter pure Tiefe – das macht den Arendsee zum tiefsten natürlichen See Deutschlands. Kein Baggersee, kein Stausee, sondern ein geologisches Wunder: ein Erdbruchsee, der im 17. Jahrhundert durch eine plötzliche Absenkung entstand.

Die Faszination liegt nicht nur in der Tiefe. Es ist das, was diese Tiefe möglich macht: Hechte, die Maränenschwärmen im Freiwasser folgen. Barsche, die in 20 Metern Tiefe patrouillieren. Aale, die sich genau an den steilen Abbruchkanten verstecken. Und dann die Kleine Maräne, für die der Arendsee deutschlandweit bekannt ist – ein Fisch, der normalerweise in Alpenseen zu Hause ist.

Über 5 Quadratkilometer Wasserfläche bieten dir unzählige Möglichkeiten. Das Nordufer mit seinen Flachwasserzonen und dem Schilfgürtel ist perfekt für Uferangeln. Die Tiefenkanten, die von 7 auf 12 Meter abfallen, sind Hotspots für kapitale Fische. Und wer ein Boot mit Echolot hat, der erschließt sich ein Angelrevier, das seinesgleichen sucht.

Der Arendsee liegt in Sachsen-Anhalt, ist FFH-Gebiet und Landschaftsschutzgebiet, und wird von der Fischerei Kagel professionell bewirtschaftet. Die Wasserqualität ist ausgezeichnet, die Sichttiefe oft mehrere Meter – ideale Bedingungen für einen gesunden Fischbestand. In diesem Guide erfährst du, wo du die besten Stellen findest, welche Angeltechniken funktionieren, und was du beim Angeln am Arendsee unbedingt beachten musst.

Gewässerprofil: Steilwände und Tiefenzonen

Der Arendsee ist kein Gewässer für Einsteiger, die es gewohnt sind, am flachen Ufer zu angeln. Das Profil des Sees ist wannenartig: Vom Ufer geht es meist steil in die Tiefe, und in der Mitte liegt eine ebene Tiefenzone zwischen 40 und 50 Metern. Nur am Nordufer findest du größere Flachwasserbereiche – der Rest ist tiefes Wasser.

Die mittlere Tiefe liegt bei 29 Metern, was zeigt, wie tief der See wirklich ist. Für dich als Angler bedeutet das: Ohne Boot und Echolot stocherst du im Dunkeln. Die Tiefenkarte (online verfügbar bei Genesis Social Map) ist dein bester Freund. Auf dem Campingplatz gegenüber der Anmeldung hängt eine gedruckte Karte – ein Blick darauf lohnt sich, bevor du deine Angelrute auspackst.

Die besten Angelstellen liegen dort, wo Kanten von 7 auf 12 Meter abfallen, etwa 50 bis 100 Meter vom Ufer entfernt. Hier sammeln sich die Fische, weil sie Deckung und Nahrung finden. Taucher berichten, dass Aale genau an diesen Abbruchkanten stehen – ein Hotspot, den du mit der richtigen Montage gezielt beangeln kannst.

Fischbestand: Von Hecht bis Maräne

Der Arendsee beheimatet einen vielfältigen Fischbestand, der sowohl Raubfisch- als auch Friedfischangler glücklich macht. Die Stars sind eindeutig Hecht, Barsch und Aal – diese drei Raubfische lassen sich laut Anglerforen ohne große Mühe fangen, wenn du die richtigen Stellen kennst.

Besonders faszinierend sind die Hechte, die den Maränenschwärmen im Freiwasser folgen. Während Hechte normalerweise in Ufernähe oder im Kraut auf Beute lauern, jagst du sie am Arendsee oft mitten im See – ein spannendes Szenario, das ein Boot mit Echolot erfordert. Wenn du die Maränen auf dem Display siehst, sind die Hechte meist nicht weit.

Der Barschbestand ist laut Forenberichten sehr gut, aber die Fische sind wegen der extremen Tiefe schwer zu beangeln. Gelbe und braune Gummifische oder Twister funktionieren am besten – klassisches Spinnfischen eben, nur eben in einer anderen Dimension. Barsche patrouillieren hier in Tiefen, die du vom Ufer kaum erreichst.

Neben den Raubfischen findest du auch Karpfen, Schleie, Brassen, Rotaugen und Rotfedern. Besatzkarpfen wie Graskarpfen, Spiegelkarpfen und Marmorkarpfen runden das Angebot ab. Friedfischangler kommen am Nordufer mit seinen Flachwasserzonen voll auf ihre Kosten – hier kannst du klassisch mit Pose oder Feeder angeln.

Die Kleine Maräne ist der Star des Sees und sorgt sogar für Nachwuchs in anderen Gewässern Nord- und Mitteldeutschlands. Allerdings sind Maränen laut Anglern schwer zu beangeln – sie leben im Freiwasser und lassen sich nicht einfach mit Standardmontagen überlisten. Spezialwissen und Geduld sind hier gefragt.

Wichtiger Hinweis: 2024 gab es ein Fischsterben durch hohe Wassertemperaturen und Sauerstoffmangel, vor allem junge Maränen waren betroffen (Parasitenbefall). Der Fischbestand erholt sich, aber informiere dich vor Ort über die aktuelle Situation.

Bootsangeln: Der Schlüssel zum Erfolg

Wenn du am Arendsee wirklich erfolgreich sein willst, führt kein Weg am Bootsangeln vorbei. Die Tiefenkanten, die Maränenschwärme, die kapitalen Hechte im Freiwasser – all das erreichst du vom Ufer nur schwer oder gar nicht. Mit einem Boot und Echolot erschließt du dir ein Angelrevier, das sonst verborgen bleibt.

Wichtig: Auf dem Arendsee sind nur Elektromotoren erlaubt. Verbrennungsmotoren sind verboten, da der See Landschaftsschutzgebiet ist. Für den Elektromotor benötigst du eine Genehmigung vom Landkreisamt – kläre das unbedingt im Vorfeld. Die Ruhe auf dem Wasser ist ein großer Vorteil: Du verschreckst die Fische nicht, und das Angeln wird zu einem echten Naturerlebnis.

Das Echolot ist Pflicht, wenn du die Tiefenstrukturen verstehen willst. Der See ist einfach zu tief, um blind zu angeln. Mit dem Echolot siehst du die Kanten, die Fischschwärme, die Unterwasserhügel. Du findest die Stellen, an denen sich die Fische aufhalten, und kannst gezielt mit Grundmontage oder Spinnköder arbeiten.

Einheimische Angler empfehlen die Kanten von 7 auf 12 Meter, die etwa 50 bis 100 Meter vom Ufer entfernt liegen. Hier stehen die großen Fische, weil sie sowohl Zugang zum flachen Wasser (Nahrung) als auch zum tiefen Wasser (Sicherheit) haben. Wenn du diese Kanten mit dem Echolot abfährst und gezielt beangelst, hast du beste Chancen auf kapitale Fänge.

Die besten Angelmethoden am Arendsee

Die erfolgreichste Methode

Grundangeln ist laut Fachmagazinen die erfolgreichste Methode am Arendsee. Das liegt an der Gewässerstruktur: Die Fische halten sich oft in mittleren Tiefen auf, genau dort, wo die Kanten verlaufen. Mit einer klassischen Grundmontage – Laufblei, Vorfach, Haken mit Köder – kannst du diese Bereiche gezielt befischen.

So gehst du vor:

  • Tiefenkante finden: Mit dem Echolot oder der Tiefenkarte die Bereiche zwischen 7 und 12 Metern lokalisieren
  • Montage vorbereiten: Laufbleimontage mit 0,30er Hauptschnur, 0,25er Vorfach (40-50 cm), Haken Größe 4-8 je nach Zielfisch
  • Köder wählen: Tauwurm für Aal und Barsch, Mais für Friedfische, Köderfisch für Hecht (nur tote Köderfische – lebende sind bundesweit verboten)
  • Auswerfen und warten: Montage auf Grund ablegen, Schnur straffen, Bissanzeiger montieren und geduldig sein

Tipps für Aale:

Taucher berichten, dass Aale genau an den Abbruchkanten zum Tiefenwasser stehen. Wenn du diese Kanten gezielt mit Grundmontage und Tauwurm beangelst, stehen deine Chancen sehr gut. Beste Zeit: Dämmerung und Nacht. Die Aale ziehen dann aktiv auf Nahrungssuche.

Die besten Angelstellen am Arendsee

Nordufer – Flachwasserzonen mit Schilfgürtel

Ideal für Friedfischangeln und ruhiges Uferangeln. Größere Flachwasserbereiche, weniger Badegäste als am Süd- und Westufer. Gute Erreichbarkeit und Parkplätze vorhanden.

Tiefenkanten 7-12 Meter (50-100m vom Ufer)

Hotspot für Aal, Hecht und Barsch. Von einheimischen Anglern empfohlen. Mit Boot und Echolot gezielt anfahren. Hier sammeln sich die Raubfische, weil Nahrung und Deckung zusammentreffen.

Abbruchkanten zum Tiefenwasser

Laut Taucherberichten die beste Stelle für große Aale. Diese Kanten fallen steil ab und bieten perfekte Verstecke. Grundmontage mit Tauwurm in der Dämmerung bringt hier Erfolge.

Freiwasser über Maränenschwärmen

Mit Echolot die Maränenschwärme finden – Hechte folgen diesen Schwärmen. Spinnfischen mit Gummifischen oder Wobblern. Anspruchsvoll, aber extrem spannend.

Angelkarten und Regelungen

Bevor du ans Wasser gehst, brauchst du eine gültige Angelkarte. Der Arendsee wird von der Fischerei Kagel bewirtschaftet, und die Regelungen sind klar: Du benötigst einen Jahresfischereischein, um am Arendsee angeln zu dürfen.

Tageskarten kosten 10,00 Euro für Vollzahler und 5,00 Euro ermäßigt. Du bekommst sie an zwei Stellen:

  • Tourist-Information Arendsee: Töbelmannstraße 1, 39619 Arendsee, Tel. 039384/27164
  • Fischerei Kagel (Maränenhof): Zießau Nr. 33, 39619 Arendsee, Tel. 039384/2550

Wenn du Mitglied im LAV Sachsen-Anhalt bist, bekommst du vergünstigte Angelkarten direkt bei der Fischerei Kagel. Frag einfach nach – das spart ein paar Euro.

Wichtig: Der Arendsee ist FFH-Gebiet und Landschaftsschutzgebiet. Das bedeutet, du musst besondere Rücksicht auf die Natur nehmen. Müll mitnehmen, Ufervegetation schonen, Schonzeiten und Mindestmaße einhalten – all das ist Pflicht. Die Regelungen variieren je nach Bundesland und Gewässer, also informiere dich vor Ort über die aktuell geltenden Bestimmungen.

Häufige Fragen zum Angeln am Arendsee

Du benötigst einen gültigen Jahresfischereischein und eine Tageskarte für den Arendsee. Tageskarten kosten 10,00 Euro (Vollzahler) oder 5,00 Euro (ermäßigt) und sind bei der Tourist-Information Arendsee oder der Fischerei Kagel erhältlich. LAV-Mitglieder erhalten vergünstigte Karten direkt bei der Fischerei.

Ja, Bootsangeln ist erlaubt, aber nur mit Elektromotor. Verbrennungsmotoren sind verboten, da der See Landschaftsschutzgebiet ist. Für den Betrieb eines Elektromotors benötigst du eine Genehmigung vom Landkreisamt. Kläre das unbedingt vor deinem Angelausflug.

Der Arendsee beheimatet Hecht, Barsch, Aal, Karpfen, Schleie, Brassen, Rotauge, Rotfeder und die Kleine Maräne. Besonders erfolgversprechend sind Hecht, Barsch und Aal – diese Raubfische lassen sich laut Anglerforen ohne große Mühe fangen, wenn du die richtigen Stellen kennst. Der See ist auch deutschlandweit bekannt für seine Maränen.

Die Tiefenkanten von 7 auf 12 Meter, etwa 50 bis 100 Meter vom Ufer entfernt, sind die Hotspots für Raubfische. Das Nordufer mit seinen Flachwasserzonen ist ideal für Friedfischangeln. Taucher berichten, dass Aale an den Abbruchkanten zum Tiefenwasser stehen – diese Stellen kannst du gezielt mit Grundmontage beangeln.

Ein Echolot wird dringend empfohlen, wenn du mit dem Boot angelst. Der See ist mit bis zu 52 Metern extrem tief, und ohne Echolot stocherst du im Dunkeln. Mit dem Echolot findest du die Tiefenkanten, die Fischschwärme und die Unterwasserstrukturen – das erhöht deine Erfolgschancen enorm. Eine Tiefenkarte (online oder auf dem Campingplatz) hilft ebenfalls.

Grundangeln ist laut Fachmagazinen die erfolgreichste Methode am Arendsee. Mit einer Laufbleimontage und Tauwurm oder Mais kannst du die Tiefenkanten gezielt beangeln. Spinnfischen mit Gummifischen und Wobblern funktioniert für Hecht und Barsch, ist aber ohne Boot schwierig. Am Nordufer ist klassisches Friedfischangeln mit Pose oder Feeder sehr erfolgreich.

Ja, wie bei jedem Gewässer in Deutschland gelten auch am Arendsee Schonzeiten und Mindestmaße. Diese Regelungen variieren je nach Bundesland und können sich ändern. Informiere dich vor deinem Angelausflug bei der Fischerei Kagel oder der Tourist-Information über die aktuell geltenden Bestimmungen.

Ja, besonders am Nordufer mit seinen Flachwasserbereichen ist Uferangeln erfolgreich. Friedfische wie Karpfen, Brassen und Rotaugen lassen sich hier gut mit Pose oder Feeder beangeln. Für Raubfische wird es vom Ufer schwieriger, weil der See sehr schnell tief wird. Mit Boot und Echolot hast du deutlich bessere Chancen, die großen Hechte und Barsche zu finden.

Fazit: Ein See, der dich fordert und belohnt

Der Arendsee ist kein Gewässer für Einsteiger, die schnelle Erfolge suchen. Er ist ein Gewässer für Angler, die bereit sind, sich auf eine Herausforderung einzulassen. Die Tiefe, die Strukturen, die Maränenschwärme und die kapitalen Raubfische, die ihnen folgen – all das erfordert Vorbereitung, Geduld und die richtige Ausrüstung.

Aber wenn du dich darauf einlässt, wirst du belohnt. Mit Hechten, die Maränen im Freiwasser jagen. Mit Aalen, die genau an den Kanten stehen, die du mit dem Echolot gefunden hast. Mit Barschen, die in Tiefen patrouillieren, die du vom Ufer nie erreichen würdest. Und mit der Ruhe und Weite eines der schönsten Seen Deutschlands.

Die drei wichtigsten Tipps für deinen Erfolg am Arendsee:

  • Investiere in Boot und Echolot – ohne kommst du nicht an die besten Stellen
  • Studiere die Tiefenkarte – die Kanten zwischen 7 und 12 Metern sind Gold wert
  • Setze auf Grundangeln – die erfolgreichste Methode, um die Fische in der Tiefe zu erreichen

Der Arendsee fordert dich heraus. Aber genau das macht ihn so besonders. Pack deine Ausrüstung, hol dir die Angelkarte, und stell dich der Herausforderung. Wenn du das erste Mal einen kapitalen Hecht aus 52 Metern Tiefe an die Oberfläche holst, verstehst du, warum dieser See so viele Angler in seinen Bann zieht.