Aale an der Aller
Perfekte Spots, bewährte Montagen und die besten Köder für erfolgreiche Nächte am norddeutschen Aalparadies

Perfekte Spots, bewährte Montagen und die besten Köder für erfolgreiche Nächte am norddeutschen Aalparadies
Wenn die Sonne hinter den Bäumen verschwindet und die erste schwüle Sommernacht über der Aller liegt, beginnt die magischste Zeit für Aalangler. Der Fluss verändert sein Gesicht: Was tagsüber ein ruhig fließendes Gewässer war, wird zur nächtlichen Jagdrevier für hungrige Aale. Und genau hier, zwischen Hademstorf und Verden, findest du eines der besten Aalreviere Norddeutschlands.
Die Aller ist nicht irgendein Fluss. Sie ist der wichtigste Fischwanderweg zwischen Nordsee und Harz – eine Lebensader, durch die seit Jahrtausenden Aale aus dem Meer ins Binnenland ziehen. Das macht sie zu einem besonders interessanten Gewässer: Die Fische, die hier jagen, sind oft größer und kampfstärker als ihre Artgenossen in stehenden Gewässern. Sie müssen gegen die Strömung ankämpfen, und das macht sie zu würdigen Gegnern.
Besonders der Abschnitt rund um Wohlendorf hat sich unter Aalanglern einen Namen gemacht. Hier ragen lange Buhnen ins Wasser, die perfekte Strukturen schaffen: Strömungskanten, tiefe Buhnenkessel und ruhige Bereiche direkt neben der Hauptströmung. Genau solche Übergänge lieben Aale – hier lauern sie auf vorbeitreibende Beute.
Die Aller bietet dir reiche Bestände an Aal, Barsch, Hecht und Zander. Aber unter Nachtanglern ist sie vor allem für eines bekannt: für Aale, die in schwülen Gewitternächten so aggressiv beißen, dass du kaum mit dem Anhieb hinterherkommst.
Wichtiger Hinweis: Der Europäische Aal ist laut IUCN als 'vom Aussterben bedroht' eingestuft. Der Bestand ist zwischen 1980 und 2000 um etwa 99% zurückgegangen (Quelle: ICES). Schonzeiten und Mindestmaße beachten – jeder entnommene Aal zählt!
Nicht jeder Abschnitt der Aller ist gleich gut für Aale. Die Schlangen bevorzugen strukturreiche Bereiche mit Strömungskanten, wo sie wenig Energie aufwenden müssen, aber trotzdem im Strom auf Beute lauern können.
Buhnenfelder bei Wohlendorf: Der absolute Hotspot! Die langen Steinbuhnen ragen weit ins Wasser und bilden perfekte Buhnenkessel. Tagsüber siehst du hier oft Angler, die gezielt auf Aal fischen. In der Abenddämmerung, wenn die Sonne verschwindet, werden die flachen Bereiche zwischen den Buhnen besonders vielversprechend. Hier erwärmt sich das Wasser schneller, und genau da stehen die Aale.
Strömungskanten: Überall dort, wo ruhiges Wasser auf die Hauptströmung trifft, hast du Top-Chancen. Diese Übergänge bilden sich vor Buchten, hinter Buhnen und an Verengungen des Flussbetts. Die Strömung spült hier ständig Nahrung vorbei – Aale wissen das und nutzen diese Buffetzonen.
Unterhalb von Wehren: Wehre erzeugen tiefe, ausgespülte Bereiche mit starker Verwirbelung. Diese Kolke sind echte Aalparadiese. Das tosende Wasser verdeckt deine Geräusche am Ufer, und die Fische stehen hier oft dicht gedrängt.
Übergänge der Uferbefestigung: Wo Steinpackung in Spundwand übergeht oder befestigtes Ufer in Naturufer, findest du oft unterschiedliche Tiefen und Strukturen. Aale lieben solche Abwechslungen – hier kannst du mit kurzen Würfen parallel zum Ufer fischen und dabei mehrere Bereiche absuchen.
Lange Buhnen mit flachen Buhnenkessel – besonders in Abenddämmerung top
Übergang zwischen ruhigem Wasser und Hauptstrom – perfekte Lauerstellen
Tiefe ausgespülte Bereiche mit starker Verwirbelung
Strukturreiche Uferbereiche mit guten Versteckmöglichkeiten
Wechselnde Tiefen und Bodenstrukturen ziehen Aale an
Aalangeln im Fluss unterscheidet sich grundlegend vom Angeln im See. Die Strömung ist dein größter Gegner – und dein bester Verbündeter zugleich. Sie bringt deinem Köder ständig neue Duftstoffe vorbei, sorgt aber auch dafür, dass deine Montage ins Rollen gerät, wenn du nicht aufpasst.
Die einfache Laufbleimontage ist die beste Wahl für die Aller. Du brauchst kein kompliziertes System mit Seitenarm oder Anti-Tangle-Boom – das würde die Strömung nur unnötig angreifen. Halte es simpel:
Die Ruten stellst du hoch auf – am besten in einem Winkel von 60-80 Grad. Das hat einen einfachen Grund: Je mehr Schnur du aus dem Wasser hältst, desto weniger Strömungsdruck wirkt auf die Montage. Deine Schnur sollte vom Rutenende möglichst direkt zum Blei führen, ohne durchzuhängen.
Pro-Tipp: Fette die Schnur leicht ein mit speziellem Schnurfett oder notfalls mit Vaseline. Die Schnur schwimmt dann besser auf und wird weniger von der Strömung erfasst. Das klingt nach einer Kleinigkeit, macht aber einen spürbaren Unterschied bei starker Strömung.
Die meisten Aalbisse an der Aller fallen deutlich heftiger aus als du es vielleicht vom See kennst. Der Grund ist einfach: Die Strömung treibt den Köder ständig weiter. Ein Aal muss schnell zupacken und kann nicht erst gemütlich am Wurm knabbern.
Elektronische Bissanzeiger: Unverzichtbar für Nachtangeln. Stelle sie auf mittlere Lautstärke – in der Stille der Nacht reicht das völlig. Achte darauf, dass der Bissanzeiger fest am Bankstick sitzt und nicht wackelt. Schon eine leichte Vibration durch Windböen kann Fehlalarme auslösen.
Freilaufrolle oder Baitrunner: Ideal für Aalangeln! Der Aal kann Schnur nehmen, ohne Widerstand zu spüren. Sobald der Bissanzeiger losgeht, klappst du den Bügel zu und schlägst an. Bei normalen Rollen musst du den Schnurfangbügel offen lassen – dann aber die Schnur straff halten, damit sie nicht unkontrolliert von der Spule läuft.
Knicklichter: Zusätzlich zu elektronischen Anzeigern kannst du Knicklichter an der Rutenspitze befestigen. Das gibt dir eine visuelle Rückmeldung. Wenn die Rutenspitze ruckt und das Knicklicht wild tanzt, weißt du sofort: Da beißt was!
Wenn es einen Universalköder für Aale gibt, dann ist es der Tauwurm. Er funktioniert in stehenden Gewässern, er funktioniert in Flüssen – und er funktioniert an der Aller hervorragend. Aber: Wie du ihn anköderst, macht den Unterschied zwischen durchschnittlichen und überragenden Fangergebnissen.
Tauwurm richtig aufziehen: Hier liegt der Schlüssel zum Erfolg. In der Strömung würde ein einfach aufgesteckter Wurm sofort vom Haken rutschen oder sich zu einem unförmigen Knäuel zusammenziehen. Deshalb brauchst du eine Ködernadel.
Warum ist das so wichtig? Weil der Wurm so fest am Haken sitzt und nicht durch den Strömungsdruck in den Hakenbogen rutscht. Er bleibt gestreckt, bewegt sich natürlich im Wasser – und genau das reizt Aale.
Wurm-Wechsel-Rhythmus: Tausche deinen Köder alle 60 Minuten, auch wenn er noch gut aussieht. Warum? An den Schnittstellen, wo die Ködernadel den Wurm durchstochen hat, tritt Körperflüssigkeit aus – und genau die ist extrem verlockend für Aale. Ein frischer Wurm verströmt deutlich mehr Duftstoffe als ein alter.
Aale haben einen der besten Geruchssinne im Fischreich. Sie riechen Beute über hunderte Meter gegen die Strömung. Diesen Vorteil kannst du nutzen, indem du deine Köder mit zusätzlichen Duftstoffen präparierst.
Bewährte Aromastoffe:
Wichtig: Übertreibe es nicht! Ein paar Tropfen Öl reichen völlig. Zu viel Aroma kann auch abschreckend wirken. Die Kunst liegt im richtigen Maß.
Kleine tote Köderfische sind besonders im Herbst eine gute Wahl. Rotaugen, Grundeln oder kleine Barsche in 8-12 cm Länge funktionieren hervorragend.
Wichtig: In Deutschland ist die Verwendung lebender Köderfische nach dem Tierschutzgesetz verboten. Verwende ausschließlich tote Köderfische!
Am besten funktionieren Köderfische, wenn du sie leicht anschneidest. Das setzt zusätzliche Duftstoffe frei. Den Haken führst du durch beide Lippen oder seitlich hinter dem Kopf durch.
Aalangeln ist eine Frage des richtigen Timings. Du kannst die perfekte Montage haben, den besten Köder und den Top-Spot – wenn du zur falschen Zeit am Wasser bist, wirst du trotzdem leer ausgehen.
Nachtzeit – die Hauptaktivität: Aale sind nachtaktive Jäger. Die beste Zeit für Bisse liegt zwischen 21:30 Uhr und 01:00 Uhr. In dieser Phase ziehen die Aale aktiv durchs Gewässer auf der Suche nach Nahrung. Oft gibt es eine zweite Beißphase kurz vor der Morgendämmerung, zwischen 03:00 Uhr und 05:30 Uhr.
Warum gerade diese Zeiten? Die Dämmerung löst bei Aalen den Jagdinstinkt aus. Sobald es dunkel wird, verlassen sie ihre Verstecke und werden aktiv. Gegen Mitternacht lässt die Aktivität oft nach – die Fische haben ihren ersten Hunger gestillt. Kurz vor Sonnenaufgang kommt dann oft nochmal Bewegung rein, bevor die Aale sich wieder zurückziehen.
Wetter – schwül und gewittrig ist perfekt: Wenn du die Wahl hast, such dir schwülwarme Nächte mit drohendem Gewitter aus. Der Luftdruck fällt, die Spannung steigt – und genau das scheint Aale besonders aggressiv zu machen.
Regen: Leichter bis mittlerer Regen ist ideal. Er trübt das Wasser leicht ein, spült zusätzliche Nahrung ins Wasser und gibt den Aalen ein Gefühl von Sicherheit. Nach starkem Regen steigen deine Chancen oft erheblich – das Wasser führt mehr Sauerstoff und die Fische werden aktiver.
Vollmond – eher kontraproduktiv: In Vollmondnächten beißen Aale oft schlechter. Sie können besser sehen und sind vorsichtiger. Neumond oder zunehmender Mond sind deutlich besser. Die dunkleren Nächte geben den Aalen mehr Sicherheit zum Jagen.
Hohe Luftfeuchtigkeit und warme Temperaturen machen Aale besonders aktiv
Trübt das Wasser ein und spült Nahrung in den Fluss
Scheint Aale in Beißlaune zu versetzen
Dunklere Nächte erhöhen die Aktivität
Erleichtert die Bissanzeige und Köderpräsentation
Bei kühlerem Wasser werden Aale träger
Frühjahr (März-Mai): Die Aalaktivität steigt ab Mitte April deutlich an. Mit zunehmender Wassertemperatur werden die Fische aktiver. Im Mai beginnt die beste Zeit für Aalangeln – die Aale haben Hunger nach dem Winter und fressen sich Reserven an.
Sommer (Juni-August): Die absolute Hauptsaison! Bei Wassertemperaturen über 18°C sind Aale am aktivsten. Juni und Juli sind oft die fängigsten Monate. Im August kann es bei extremer Hitze und Niedrigwasser schwieriger werden – die Fische ziehen sich in kühlere, tiefere Bereiche zurück.
Herbst (September-Oktober): Immer noch gut, besonders der September. Die Aale fressen sich Fettreserven für den Winter an. Mit sinkenden Temperaturen im Oktober lässt die Aktivität langsam nach.
Winter (November-Februar): Schwierig bis aussichtslos. Bei Wassertemperaturen unter 10°C werden Aale träge und stellen das Fressen weitgehend ein. Spare dir die Kälte und konzentriere dich auf die warme Jahreszeit.
Beobachte das Wetterradar ein bis zwei Stunden vor deiner Angelsession. Wenn sich ein Gewitter nähert, packe deine Ausrüstung ein und fahre los. Die Phase kurz vor und während des Gewitters (solange es sicher ist!) bringt oft die besten Bisse der ganzen Nacht.
Aalangeln erfordert keine High-End-Ausrüstung, aber ein paar Komponenten sollten stabil und zuverlässig sein. Besonders in der Nacht, wenn du nicht jedes Detail siehst, musst du dich auf dein Tackle verlassen können.
Ruten: Zwei bis drei Aalruten mit 2,70-3,00 m Länge und 60-120 g Wurfgewicht sind ideal. Die Ruten sollten eine mittlere bis schwere Aktion haben – du brauchst Rückgrat, um auch gegen die Strömung Fische sicher zu drillen. Eine zu weiche Rute macht dir in der Aller keinen Spaß.
Rollen: Stationärrollen der Größe 4000-5000 mit Freilauf oder Baitrunner-Funktion. Die Bremse sollte fein justierbar sein. Aale kämpfen hart, besonders im Fluss – eine zu harte Bremse führt schnell zum Schnurbruch oder ausgeschlitzten Haken.
Schnur: Hier scheiden sich die Geister. Monofile Schnur (0,30-0,35 mm) verzeiht mehr Fehler beim Drill und hat weniger Strömungswiderstand durch ihre Dehnung. Geflochtene Schnur (0,12-0,15 mm) überträgt Bisse direkter und hat kaum Dehnung – ideal, wenn du auf Distanz angelst.
Wichtiger Hinweis: Spare nicht an der Schnur! Billige Geflechtschnüre haben oft ungleichmäßige Durchmesser – das kostet Wurfweite und führt zu Schnurverwicklungen (Perücken). Investiere in Markenqualität.
Ein guter Kescher ist beim Aalangeln entscheidend. Aale sind extrem wendig und können im letzten Moment noch entwischen, wenn du sie direkt greifen willst.
Mindestgröße: 60 cm Durchmesser und 2-3 m Stiellänge. An der Aller stehst du oft auf erhöhten Uferbereichen oder Buhnen – ein zu kurzer Kescher erreicht das Wasser nicht.
Netztyp: Verwende gummierten Stoff oder feinmaschiges, knotenloses Netz. Aale verheddern sich unglaublich schnell in grobmaschigen Netzen – das gibt dann eine Schleimschlacht, die du nicht haben willst.
Pro-Tipp für die Landung: Lege ein großes, nasses Handtuch bereit. Sobald der Aal im Kescher ist, lege das Handtuch über ihn. Das beruhigt den Fisch und verhindert, dass er wild um sich schlägt. Jetzt kannst du ihn ruhig abhaken.
Aalbisse an der Aller unterscheiden sich deutlich von denen im See. Die Strömung sorgt dafür, dass die Fische entschlossener zupacken – sie haben keine Zeit für langes Herumknabbern, sonst treibt der Köder davon.
Typischer Aalbiss im Fluss:
Häufigster Fehler: Zu früh anschlagen! Wenn du beim ersten Piepser sofort zur Rute greifst und anhaust, ziehst du dem Aal den Köder oft aus dem Maul. Gib ihm zwei, drei Sekunden Zeit, den Wurm richtig zu nehmen.
Beim Drill: Halte die Rute hoch und pump den Aal kontinuierlich zu dir heran. Aale haben die Angewohnheit, sich in Hindernissen zu verkeilen. In der Aller suchen sie Steinpackungen oder Buhnen-Zwischenräume. Verhindere das mit konstantem Druck – lass dem Fisch keine Zeit zum Nachdenken.
Wenn der Aal trotzdem in Steine geht: Senke die Rute ab, gib etwas Schnur und warte 10-15 Sekunden. Oft löst sich der Fisch von selbst und schwimmt wieder ins Freie. Dann sofort wieder straffen und weiter drillen.
Wichtig beim Abhaken: Aale sind extrem schleimig und können blitzschnell zubeißen. Verwende eine Lösezange und arbeite auf einer nassen Abhakmatte. Niemals mit bloßen Händen ins Maul greifen – Aalbisse sind schmerzhaft!
Die beste Zeit für Aalbisse liegt zwischen 21:30 Uhr und 01:00 Uhr sowie von 03:00 bis zur Morgendämmerung um 05:30 Uhr. Die aktivsten Monate sind Mai und Juni. Schwülwarme Nächte mit drohendem Gewitter oder leichtem Regen sind ideal. Vollmondnächte sind eher kontraproduktiv – Neumond oder zunehmender Mond bringen bessere Ergebnisse.
Tauwurm ist der Köder Nummer 1 für Aale an der Aller. Ziehe ihn mit einer Ködernadel längs auf den Haken, damit er in der Strömung nicht verrutscht. Wechsle den Wurm alle 60 Minuten, da frische Schnitte mehr Duftstoffe abgeben. Aromastoffe wie Fischöl, Knoblauch oder Leber erhöhen die Lockwirkung. Alternativen: Kleine tote Köderfische (8-12 cm), Hühnerherzen oder Dendrobena-Würmer.
Top-Hotspots sind die Buhnenfelder bei Wohlendorf – besonders die flachen Buhnenkessel in der Abenddämmerung. Weitere vielversprechende Bereiche: Strömungskanten (Übergang zwischen ruhigem Wasser und Hauptstrom), Kolke unterhalb von Wehren, Steinpackungen an Steilufern und Übergänge der Uferbefestigung (z.B. Steinpackung zu Spundwand). Überall dort, wo sich die Strömung verändert oder Strukturen Unterschlupf bieten, lohnt es sich.
Eine einfache Laufbleimontage mit 40-60 cm langem Vorfach ist perfekt. Verwende flache Bleie (100-150 g) statt runder Formen – sie halten besser in der Strömung. Ruten hoch aufstellen (60-80 Grad Winkel), um möglichst viel Schnur aus dem Wasser zu halten und Strömungsdruck zu minimieren. Hauptschnur: 0,30-0,35 mm monofil oder 0,12-0,15 mm geflochten. Aalhaken Größe 1-4 je nach Ködergröße.
Ja, besonders nach starkem Regen bei getrübtem Wasser. Angler berichten von erfolgreichen Aalfängen an der Aller auch bei 30 Grad in praller Sonne – allerdings sind das Ausnahmen. Die Nacht bleibt die Hauptbeißzeit, da Aale nachtaktive Jäger sind. Wenn du tagsüber angelst, konzentriere dich auf schattige, tiefere Bereiche unter Bäumen oder an Steilufern, wo Aale sich tagsüber verstecken.
Aale zwischen 50-70 cm sind an der Aller durchaus üblich. Kapitale Exemplare über 80 cm werden seltener gefangen, sind aber definitiv im Bestand vorhanden. Die Aller ist als wichtiger Fischwanderweg bekannt für gesunde, kräftige Aale. Durch die Strömung sind die Fische oft kräftiger gebaut als Aale aus Stillgewässern und liefern härtere Drills.
Das Mindestmaß und die Schonzeiten für Aale variieren je nach Bundesland und Gewässer. Informiere dich vor jedem Angelausflug über die aktuell geltenden Regelungen. Die aktuellen Mindestmaße findest du in unserem Ratgeber. Beachte: Der Europäische Aal ist stark gefährdet – handle verantwortungsvoll und setze Fische, die du nicht verwerten kannst, schonend zurück.
Ja, zum Angeln an der Aller benötigst du einen gültigen Angelschein und eine entsprechende Angelkarte (Gewässerschein) für den jeweiligen Abschnitt. Viele Bereiche werden vom Anglerverband Niedersachsen (AVN) bewirtschaftet. Informiere dich vorab, wo du Angelkarten erwerben kannst – oft bei lokalen Angelvereinen, Angelgeschäften oder online. Nachtangeln ist in vielen Bereichen erlaubt, aber prüfe die genauen Regelungen.
Die Mindestmaße und Schonzeiten für Aale variieren je nach Bundesland und Gewässer. Aktuelle Mindestmaße ansehen → | Schonzeiten prüfen →
Aalangeln an der Aller ist mehr als nur Fischfang. Es ist das Warten in schwülen Sommernächten, wenn über dem Fluss Nebel aufsteigt und die ersten Fledermäuse jagen. Es ist die Stille, unterbrochen nur vom leisen Plätschern der Strömung. Und dann, ohne Vorwarnung: Der Bissanzeiger schreit los, die Rute krümmt sich – und dein Herz setzt für einen Moment aus.
Die Aller bietet dir alles, was du für erfolgreiche Aalansitze brauchst: perfekte Strukturen an Buhnenfeldern, Strömungskanten, die Nahrung konzentrieren, und einen gesunden Aalbestand. Besonders der Abschnitt rund um Wohlendorf hat sich als Top-Revier etabliert.
Drei Dinge machen den Unterschied zwischen Durchschnittsfängen und echten Sternstunden:
Denk daran: Der Europäische Aal ist eine stark gefährdete Art. Jeder gefangene Fisch ist ein Privileg, kein Selbstverständnis. Handle verantwortungsvoll, beachte Schonzeiten und Mindestmaße – und gib der nächsten Generation die Chance, ebenfalls diese faszinierenden Nachtjäger zu erleben.
Jetzt bist du dran: Pack deine Ausrüstung, check das Wetterradar, fahr zur Aller – und erlebe die Magie einer schwülen Sommernacht, wenn der Bissanzeiger losschreit und du einen kräftigen Aal aus der Strömung ziehst. Es gibt wenige Dinge, die so süchtig machen wie dieser Moment.
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