Seeforellen am Ammersee
Einer der besten Seeforellen-Spots Bayerns mit einzigartigen Watangel-Möglichkeiten und Top-Beständen

Einer der besten Seeforellen-Spots Bayerns mit einzigartigen Watangel-Möglichkeiten und Top-Beständen
Wenn du das erste Mal eine silberne Seeforelle aus dem kristallklaren Wasser des Ammersees ziehst, verstehst du, warum dieser See zu den Top-Adressen für Seeforellenangler in Bayern gehört. Der drittgrößte See Bayerns beherbergt nicht nur gesunde Bestände dieser faszinierenden Salmoniden, sondern bietet auch einzigartige Angelbedingungen: Stell dir vor, du watst mit der Wathose 100 Meter in den See hinaus – ein Gefühl wie beim Meerforellenangeln an der Ostsee, nur mitten in Oberbayern mit Alpenpanorama.
Der Ammersee gehört seit 1970 zu den reinsten Seen Deutschlands. Durch konsequente Abwassersanierung und moderne Kläranlagen hat er seinen ursprünglichen mesotrophen Zustand zurückerlangt. Diese hervorragende Wasserqualität spiegelt sich in den Fischbeständen wider: Der See beherbergt drei weltweit nur dort vorkommende endemische Arten – den Ammersee-Kaulbarsch, den Ammersee-Tiefensaibling und die Ammersee-Renke. Über 20 Berufsfischereien, organisiert in der Genossenschaft Oberbayerischer Berufsfischer, sichern noch heute ihre Existenz durch den Fischreichtum.
Die Seeforelle gilt als Fisch der tausend Würfe – sie fordert Geduld, Ausdauer und die richtige Strategie. Aber wenn nach stundenlangem Spinnfischen plötzlich die Rute krumm geht und ein kampfstarker Silberpfeil in der Tiefe tobt, sind alle Mühen vergessen. In diesem Guide erfährst du alles über die besten Zeiten, Hotspots, Köder und Techniken für erfolgreiches Seeforellenangeln am Ammersee – vom Ufer und vom Boot.
Wenn du dich am Ammersee fragst, wo die erfolgversprechendsten Angelstellen liegen, führt kein Weg an der Herrschinger Bucht vorbei. Hier befindet sich die tiefste Stelle des Sees mit beeindruckenden 81 Metern. Was diese Bucht besonders macht, sind die zahlreichen Plateaus mit Tiefenunterschieden bis zu 30 Metern – perfekte Strukturen für Raubfische wie die Seeforelle.
Die Dampferstege in Breitbrunn, Riederau und Utting gelten ebenfalls als ausgezeichnete Fangplätze, besonders ab dem Frühjahr. Diese Stege sind oft bis zum Beginn der Schifffahrtssaison im April durch Tore abgeriegelt, was sie zu ruhigen Angelspots macht. Sobald die Schonzeit der Seeforelle am 1. März endet, konzentrieren sich viele Angler hier, weil die Fische nach dem Laichgeschäft noch in relativer Ufernähe verweilen.
Das Ostufer mit seinen flachen Buchten bietet einzigartige Möglichkeiten für Watangler. An manchen Stellen kannst du mit der Wathose fast 100 Meter in den See hinauswaten – ein absolutes Alleinstellungsmerkmal unter bayerischen Alpenseen. Diese flachen Bereiche erwärmen sich im Frühjahr schneller und ziehen Brutfische und damit auch jagende Seeforellen an.
Das Frühjahr von Anfang März bis Mitte Mai ist die absolute Primetime für Seeforellenangler am Ammersee. Sobald die Schonzeit am 1. März endet, beginnt die spannendste Phase. Die Seeforellen haben gerade das Laichgeschäft in den Zuflüssen hinter sich und kehren in den See zurück. Dabei halten sie sich zunächst noch in Ufernähe auf, bevor sie mit steigenden Wassertemperaturen in die kühleren Tiefenzonen abwandern.
Ein altes Sprichwort unter Seeforellenanglern lautet: Sauwetter ist Seeforellenwetter – je mieser, desto besser. Tatsächlich werden am Ammersee die besten Fänge während Hagelschauern, Regen oder bewölkten Tagen mit aufgewühltem Wasser gemacht. Bei strahlendem Sonnenschein und spiegelglattem See sinken die Bissfrequenzen dramatisch. Die Seeforelle ist ein vorsichtiger Jäger, der trübes Wasser und schlechte Sicht zu schätzen weiß.
Von Juni bis August ziehen sich die Seeforellen in die kühleren Tiefenzonen zurück. Jetzt wird das Schleppangeln vom Boot zur erfolgreichsten Methode, während Uferangler deutlich weniger Chancen haben. Ab September, wenn die Wassertemperaturen wieder sinken, steigen die Erfolgsaussichten vom Ufer erneut – allerdings nicht annähernd so gut wie im Frühjahr.
Wichtig: Vom 1. März bis 14. April ist nur Uferangeln erlaubt. Bootsangeln ist erst ab 15. April gestattet, wobei bis 14. Mai ausschließlich Hegenefischen erlaubt ist. Nachtfischen ist 1,5 Stunden nach Sonnenuntergang bis 1 Stunde vor Sonnenaufgang verboten.
Wenn du vom Ufer auf Seeforelle angelst, lautet die Zauberformel: Werfen, werfen, werfen und Strecke machen. Die Seeforelle ist kein Fisch, der an einem festen Standplatz wartet. Sie zieht durchs Gewässer auf Beutezug, deshalb musst du Strecke zurücklegen und möglichst viel Wasser absuchen. Ein erfolgloser Tag kann schnell 15.000 bis 20.000 Schritte bedeuten – aber genau das macht den Reiz aus.
Die richtige Spinnrute für Seeforellen sollte zwischen 2,7 und 3,0 Meter lang sein mit einem Wurfgewicht von 15-35 Gramm. Diese Länge ermöglicht dir maximale Wurfweiten, was beim Uferangeln entscheidend ist. Kombiniere die Rute mit einer 2500er oder 3000er Stationärrolle und monofiler Schnur in 0,25 mm Durchmesser. Warum keine Geflochtene? Monofile Schnur ist unter Wasser deutlich weniger sichtbar – ein wichtiger Faktor bei der vorsichtigen Seeforelle – und puffert die harten Kopfschläge während des Drills besser ab.
Die Wathose ist am Ammersee dein größter Vorteil. Während du an vielen anderen Seen vom Ufer aus nur begrenzte Reichweite hast, kannst du hier stellenweise 80 bis 100 Meter in den See hinauswaten. Dadurch erreichst du Bereiche, die andere Uferangler nie erreichen – und genau dort stehen oft die Fische. Das Gefühl erinnert tatsächlich an skandinavisches Meerforellenangeln, nur mit Alpenblick statt Ostsee-Horizont.
Ein wichtiger Hinweis: Beim Uferangeln fängst du in der Regel hauptsächlich kleinere Exemplare – oft Besatzfische vom Frühjahr, die sich in kleinen Gruppen im Flachwasser bewegen. Die kapitalen Seeforellen halten sich meist in größeren Tiefen auf und sind vom Ufer kaum zu erreichen. Aber auch ein 40er Silberpfeil an der leichten Spinnrute ist ein wunderbarer Drill.
Beim Seeforellenangeln gilt: Schlanke, längliche Blinker sind deine erste Wahl. Am Ammersee haben sich besonders der Falkfish Galax, Kingtrout und Thor Blinker bewährt. Die schmale Form imitiert kleine Renken und andere Futterfische perfekt. Vermeide zu bauchige oder breite Blinker – sie laufen unruhiger und schrecken die vorsichtigen Seeforellen eher ab.
Küstenwobbler ohne Tauchschaufel funktionieren ebenfalls hervorragend. Diese Wobbler wurden ursprünglich fürs Meerforellenangeln entwickelt, passen aber perfekt zu den Jagdbedingungen am Ammersee. Sie laufen flach bis mitteltief und erzeugen durch ihre Körperform verführerische Flanken-Bewegungen. Bei Wassertemperaturen unter 9°C solltest du auf dezent laufende Minnow-Wobbler bis 5 cm Länge setzen – in kaltem Wasser bevorzugen Seeforellen langsam geführte, kleine Köder.
Farblich haben sich silberne, blaue und grünliche Dekors bewährt, die natürliche Futterfische imitieren. An trüben Tagen oder bei schlechter Sicht kannst du auch zu auffälligeren Farben wie Orange oder Chartreuse greifen – manchmal triggert der Kontrasteffekt aggressive Attacken. Wichtig: Seeforellen schwimmen oft viele Meter hinter dem Köder her und beäugen ihn ausgiebig, bevor sie entscheiden. Deshalb ist ein natürliches Laufverhalten wichtiger als grelle Farben.
Beim Schleppangeln vom Boot kommen zusätzlich Perlmuttspangen ins Spiel – handgefertigte Köder aus Muschelschalen, die durch ihr natürliches Schimmern und Flankieren extrem fängig sind. Diese traditionellen Schlepp-Köder werden in Tiefen zwischen 1 und 50 Metern geführt und imitieren perfekt die Bewegungen verletzter Futterfische.
Schlanke Form, perfekte Renken-Imitation, bewährt am Ammersee
Klassischer schmaler Blinker, läuft ruhig und verführerisch
Längliches Design, ideal für größere Wurfweiten
Für flache bis mitteltiefe Bereiche, natürliches Laufverhalten
Bei Wassertemperaturen unter 9°C, dezente Führung
Handgefertigt aus Muschelschalen, fürs Schleppangeln vom Boot
Die richtige Köderführung entscheidet über Erfolg oder Misserfolg beim Seeforellenangeln. Nach dem Auswerfen lässt du den Blinker oder Wobbler auf die gewünschte Tiefe absinken – meist 2 bis 4 Meter im Frühjahr, wenn die Fische noch in Ufernähe stehen. Dann kurbelst du mit gleichmäßiger, mittlerer Geschwindigkeit ein. Vermeide hektisches Einkurbeln oder ruckartige Bewegungen – Seeforellen mögen es eher gemächlich.
Gelegentliche Spinnstopps von 1-2 Sekunden können Wunder wirken. Während der Pause taumelt der Köder leicht ab – genau in diesem Moment attackieren viele Seeforellen. Sie folgen dem Köder oft über viele Meter und warten auf den richtigen Moment. Ein kurzer Stopp simuliert einen verletzten, orientierungslosen Futterfisch – ein Signal zum Zuschlagen.
Beim Werfen kommt es auf maximale Distanz an. Nutze die volle Rutenlänge und schwinge kraftvoll aus dem Rücken heraus. Je weiter du wirfst, desto mehr Wasser kannst du absuchen. Fächere deine Würfe in verschiedene Richtungen – 11 Uhr, 12 Uhr, 1 Uhr – um einen breiten Bereich abzudecken. Nach 10-15 Würfen an einer Stelle ziehst du 30-50 Meter weiter.
Der Anhieb sollte nicht zu hart ausfallen. Seeforellen haben relativ weiche Mäuler, ein zu brutaler Ruck kann den Haken ausschlitzen. Wenn du den Biss spürst, ziehe die Rute mit kontrolliertem Druck nach oben – die Rutenspitze übernimmt den Rest. Während des Drills hältst du konstanten Druck, ohne der Seeforelle Slack zu geben. Sie wird mehrere spektakuläre Fluchten unternehmen – hier spielt die monofile Schnur ihre Stärken als Puffer aus.
Sobald die Wassertemperaturen im Sommer steigen, ziehen sich die Seeforellen in die kühleren Tiefenzonen des Ammersees zurück. Jetzt wird das Schleppangeln vom Boot zur erfolgversprechendsten Methode. Die Herrschinger Bucht mit ihren Plateaus zwischen 10 und 50 Metern Tiefe ist der Hotspot schlechthin. Hier kannst du gezielt verschiedene Tiefenbereiche abschleppen, bis du die Fische findest.
Die Schleppgeschwindigkeit sollte zügig sein – zwischen 5 und 8 km/h haben sich bewährt. Seeforellen sind schnelle Schwimmer und scheuen nicht vor flott laufenden Ködern zurück. Im Gegenteil: Die höhere Geschwindigkeit triggert ihren Jagdinstinkt. Du schleppst mit zwei bis drei Ruten gleichzeitig, wobei du die Köder in unterschiedlichen Tiefen führst – eine flach bei 5-10 Metern, eine mitteltief bei 15-25 Metern, eine tief bei 30-50 Metern.
Beim Schleppangeln kommen neben Blinkern vor allem Perlmuttspangen und Blechlöffel zum Einsatz. Diese handgefertigten Köder aus Muschelschalen reflektieren das Licht auf einzigartige Weise und imitieren das Schimmern von Renken perfekt. Sie werden an Downriggern oder mit Schleppblei auf die Zieltiefe gebracht. Ein Echolot ist beim Schleppangeln unverzichtbar – es zeigt dir nicht nur die Wassertiefe, sondern auch Fischschwärme und Strukturen am Grund.
Wichtig: Am Ammersee ist Bootsangeln nur vom 15. April bis 31. Oktober erlaubt, wobei bis 14. Mai ausschließlich Hegenefischen gestattet ist. Vom 1. März bis 14. April kannst du nur vom Ufer angeln. Diese Regelung schützt die Fischbestände während der sensiblen Frühjahrsphase.
Wichtig: Bootsangeln ist am Ammersee nur vom 15.04. bis 31.10. erlaubt. Bis 14.05. ist ausschließlich Hegenefischen gestattet. Vom 1. März bis 14. April darfst du nur vom Ufer angeln.
Die Seeforelle steht am Ammersee unter besonderer Beobachtung. Seit 2018 führt der Landesfischereiverband Bayern ein Wiederansiedlungsprojekt in der Ammer durch – dem größten Zufluss des Ammersees. Ziel ist es, die Population der Seeforelle langfristig zu sichern, denn die natürlichen Laichplätze sind durch Verschlammung infolge der Klimaerwärmung bedroht.
Seeforellen benötigen zum Laichen kiesige Flussbetten mit starker Strömung und sauerstoffreichem Wasser. Diese Bedingungen verschlechtern sich zunehmend: Durch höhere Wassertemperaturen wachsen Algen schneller, Sedimente lagern sich ab, die Kiesbänke verschlammen. Die jungen Seeforellen finden nach dem Schlüpfen nicht mehr genug Sauerstoff und sterben ab. Das Wiederansiedlungsprojekt arbeitet mit künstlicher Aufzucht und gezieltem Besatz, um die Bestände zu stabilisieren.
Als Angler kannst du aktiv zum Bestandsschutz beitragen: Catch & Release bei kapitalen Rogner-Seeforellen (weibliche Laichfische) schont die Reproduktion. Auch das Einhalten der Schonzeiten und Mindestmaße ist essentiell. Der Ammersee ist ein Gewässer von nationaler Bedeutung – nicht nur wegen der Seeforelle, sondern auch wegen der drei endemischen Arten, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt. Dieser besondere Schatz verdient unseren Respekt und Schutz.
Die Schonzeiten und Mindestmaße für Seeforellen variieren je nach Bundesland und Gewässer. Aktuelle Schonzeiten ansehen →
Die optimale Zeit ist von Anfang März bis Anfang/Mitte Mai, wenn die Seeforellen nach dem Laichen noch in Ufernähe verweilen. Sobald die Schonzeit am 1. März endet, beginnt die Hauptsaison. Mit steigenden Wassertemperaturen ab Ende Mai ziehen sich die Fische in tiefere, kühlere Zonen zurück – dann wird Bootsangeln zur besseren Methode. Schlechtes Wetter mit Regen oder Hagel bringt oft bessere Erfolge als strahlender Sonnenschein.
Die Herrschinger Bucht mit der tiefsten Stelle (81 Meter) und Plateaus mit bis zu 30 Meter Tiefenunterschied ist der Top-Spot für Bootsangler. Vom Ufer aus sind die Dampferstege in Breitbrunn, Riederau und Utting erfolgversprechend, besonders ab Frühjahr. Die flachen Buchten am Ostufer bieten einzigartige Watangel-Möglichkeiten – du kannst stellenweise 100 Meter in den See hinauswaten.
Schmale, längliche Blinker wie Falkfish Galax, Thor und Kingtrout sind am Ammersee bewährt. Auch Küstenwobbler ohne Tauchschaufel und kleine Minnow-Wobbler (bis 5 cm) bei kaltem Wasser unter 9°C funktionieren hervorragend. Beim Schleppangeln vom Boot sind Perlmuttspangen – handgefertigte Köder aus Muschelschalen – extrem fängig. Farblich haben sich silberne, blaue und grünliche Dekors bewährt.
Ja, besonders im Frühjahr von März bis Mai sind Uferangler erfolgreich. Mit einer Wathose kannst du an manchen Stellen bis zu 100 Meter in den See waten und erreichst so Bereiche, die andere Uferangler nie erreichen. Allerdings gilt die Seeforelle als Fisch der tausend Würfe – du musst viel werfen, viel laufen und geduldig sein. Vom Ufer fängst du in der Regel hauptsächlich kleinere Exemplare; die kapitalen Fische halten sich meist in größeren Tiefen auf.
Sauwetter ist Seeforellenwetter – dieses alte Sprichwort trifft am Ammersee voll zu. Regen, Hagel, bewölkter Himmel und aufgewühltes Wasser bringen oft die besten Fänge. Bei strahlendem Sonnenschein und spiegelglattem See sinken die Bissfrequenzen dramatisch. Die Seeforelle ist ein vorsichtiger Jäger, der trübes Wasser und schlechte Sicht zu schätzen weiß – dann fühlt sie sich sicherer beim Jagen.
Bootsangeln ist am Ammersee nur vom 15. April bis 31. Oktober erlaubt. Bis 14. Mai ist ausschließlich Hegenefischen gestattet – normales Spinn- oder Schleppangeln ist in dieser Phase verboten. Vom 1. März bis 14. April darfst du nur vom Ufer angeln. Die Herrschinger Bucht mit ihren Tiefenunterschieden ist der Top-Spot fürs Schleppangeln. Ein Echolot ist unverzichtbar, um Fische und Strukturen zu finden.
Für das Uferangeln benötigst du eine Spinnrute 2,7-3,0 Meter mit Wurfgewicht 15-35 Gramm, kombiniert mit einer 2500er oder 3000er Stationärrolle. Wichtig: Verwende monofile Schnur (0,25 mm) statt Geflochtener – sie ist unter Wasser weniger sichtbar und puffert Kopfschläge besser ab. Eine Wathose verschafft dir am Ammersee enorme Vorteile, da du weit in den See hinauswaten kannst. Beim Bootsangeln brauchst du Schleppausrüstung mit Downrigger oder Schleppblei plus Echolot.
Am Ammersee werden durchschnittlich Seeforellen zwischen 40 und 60 cm gefangen. Vom Ufer aus fängst du meist kleinere Exemplare (Besatzfische), während vom Boot aus auch kapitale Fische über 70 cm möglich sind. Die größten Seeforellen halten sich in den Tiefenzonen auf und werden vor allem beim Schleppangeln gefangen. Das aktuelle Mindestmaß und die Schonzeiten solltest du vor jedem Angelausflug prüfen, da diese je nach Bundesland variieren können.
Das Seeforellenangeln am Ammersee ist keine Angelmethode für schnelle Erfolge und garantierte Fänge. Es ist eine Herausforderung, die Geduld, Ausdauer und die richtige Strategie verlangt. Tausende Würfe, kilometerlange Märsche am Ufer, kalte Finger bei Aprilschauern – all das gehört dazu. Aber genau diese Härte macht den Reiz aus.
Wenn nach Stunden des Suchens plötzlich die Rute krumm geht und eine silberne Seeforelle in der Tiefe tobt, sind alle Strapazen vergessen. Der erste Sprung über die Wasseroberfläche, die kraftvollen Fluchten, das Glitzern der Schuppen im Kescher – dieser Moment macht süchtig. Die Seeforelle ist kein Massenfisch, den du jeden Tag fängst. Aber genau deshalb ist jeder einzelne Fang etwas Besonderes.
Der Ammersee bietet dir einzigartige Bedingungen: kristallklares Wasser, gesunde Bestände, die Möglichkeit weit ins Wasser zu waten, spektakuläre Tiefenstrukturen für Bootsangler und ein Alpenpanorama, das jeden Angeltag zum Erlebnis macht. Ob du im Frühjahr mit der Wathose die flachen Buchten abwatst oder im Sommer über den Plateaus der Herrschinger Bucht schleppst – der Ammersee fordert dich heraus und belohnt dich mit unvergesslichen Momenten.
Drei Dinge solltest du dir merken:
Jetzt heißt es: Rute schnappen, Wathose anziehen und raus an den Ammersee. Die silbernen Jäger warten auf dich!
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