Angeln am Ammersee
Bayerns artenreichster See mit spektakulärem Renken-, Hecht- und Zanderbestand. Entdecke die besten Hotspots, Angelkarten-Verkaufsstellen und bewährte Methoden für deinen erfolgreichen Angeltag.

Bayerns artenreichster See mit spektakulärem Renken-, Hecht- und Zanderbestand. Entdecke die besten Hotspots, Angelkarten-Verkaufsstellen und bewährte Methoden für deinen erfolgreichen Angeltag.
Wenn du das erste Mal am Ufer des Ammersees stehst, verstehst du sofort, warum dieser See Angler aus ganz Deutschland anzieht. Die **46 Quadratkilometer Wasserfläche**, die sich vor dir ausbreiten, bergen einen Fischreichtum, den du an kaum einem anderen bayerischen Gewässer findest. Der Ammersee ist mit Abstand der artenreichste See Bayerns – hier leben alle heimischen mitteleuropäischen Fischarten, von der zarten Renke bis zum kapitalen Wels.
Doch der Ammersee ist kein Gewässer, das dir seine Schätze leicht preisgibt. Mit **bis zu 81 Metern Tiefe** und einer gewaltigen Ausdehnung gilt er unter Anglern als harter Gegner – trotz des hohen Fischbestands brauchst du Erfahrung, Geduld und die richtigen Spots. Wer sich jedoch die Zeit nimmt, dieses faszinierende Gewässer zu verstehen, wird mit unvergesslichen Angelerlebnissen belohnt.
In diesem Guide erfährst du alles, was du für dein Angelabenteuer am Ammersee wissen musst: Wo du Angelkarten kaufst, welche Hotspots die höchsten Erfolgschancen bieten und welche Angelmethoden wirklich funktionieren. Außerdem bekommst du praktische Tipps zu den besten Beißzeiten, Fangbeschränkungen und den besonderen Regelungen dieses Gewässers.
Mit seinen **4.660 Hektar Wasserfläche** ist der Ammersee der drittgrößte See Bayerns und liegt rund 30 Kilometer südwestlich von München im malerischen Alpenvorland. Was ihn jedoch wirklich besonders macht, ist nicht die Größe – sondern der unglaubliche Artenreichtum. Hier schwimmen über 30 verschiedene Fischarten, darunter drei endemische Arten, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt.
Die Bewirtschaftung erfolgt durch die Genossenschaft oberbayerischer Berufsfischer und Teichwirte – du angelst hier also in einem professionell gepflegten Gewässer mit strengen Regeln zum Schutz der Bestände. Das Ergebnis: ein gesunder, nachhaltiger Fischbestand, der Jahr für Jahr Spitzenfänge ermöglicht.
Der Ammersee beherbergt wirklich alle klassischen mitteleuropäischen Fischarten. Die Hauptfischarten, auf die du gezielt angeln kannst, sind Renken (der absolute Brotfisch der Berufsfischer), Hecht, Zander, Barsch, Seeforelle, Saibling, Aal und verschiedene Weißfische.
Besonders spannend sind die drei endemischen Arten, die es nur am Ammersee gibt: der Ammersee-Kaulbarsch, der Ammersee-Tiefensaibling und die Ammersee-Renke. Diese Fische haben sich über Jahrtausende an die speziellen Bedingungen dieses Sees angepasst – ein evolutionäres Kleinod, das du beim Angeln mit etwas Glück zu Gesicht bekommst.
Dazu kommen zahlreiche Friedfischarten wie Brassen, Rotaugen, Rotfedern, Schleien, Ukelei und sogar Karpfen. Ob du auf Raubfische oder Friedfische angeln möchtest – am Ammersee findest du beides in Hülle und Fülle.
Bevor du deine Angel auswerfen kannst, brauchst du eine gültige Angelkarte für den Ammersee. Die gute Nachricht: Es gibt mehrere Verkaufsstellen rund um den See, sodass du flexibel entscheiden kannst, wo du startest.
Du benötigst neben der Angelkarte deinen gültigen Jahresfischereischein und Personalausweis im Original. Ohne diese Dokumente bekommst du keine Karte – also unbedingt mitnehmen!
Die Angelsaison 2025 hat am 01. März begonnen, Angelkarten sind ab sofort erhältlich. Weitere Informationen findest du unter www.ammersee-fischer.de und www.fischerei-oberbayern.de.
Wichtiger Hinweis: Bei den Verkaufsstellen erhältst du auch die offizielle Gewässerkarte mit allen Schongebieten und detaillierten Regelungen. Diese Karte solltest du beim Angeln immer dabeihaben!
Am Ammersee gelten klare zeitliche Regelungen, die du unbedingt beachten musst. Die Hauptsaison läuft vom **01. März bis 31. Oktober** – in diesem Zeitraum kannst du am See angeln. Doch es gibt Einschränkungen, besonders zu Beginn der Saison:
Der Ammersee hat strenge Fangbegrenzungen, die dem Schutz der Bestände dienen. Du darfst pro Tag maximal:
Eine Besonderheit am Ammersee: Jeder gefangene Hecht und Waller muss entnommen werden – du hast hier keine Wahl zwischen Entnahme und Zurücksetzen. Diese Regelung soll das ökologische Gleichgewicht im See bewahren.
Wichtig: Fotorealistische Echtzeitecholote mit Live-Sonar-Technik sind am Ammersee verboten! Der See gehört zu den Vorreitern in Bayern, die moderne Technik zum Schutz der Fischbestände einschränken.
Bei **46 Quadratkilometern Wasserfläche** brauchst du konkrete Anhaltspunkte, wo sich das Angeln lohnt. Der Ammersee ist kein Gewässer, das du "einfach mal abfischst" – ohne Ortskenntnis stehst du schnell ratlos am Ufer. Diese Spots haben sich über Jahre bewährt:
Die Herrschinger Bucht gilt als einer der Hotspots am Ammersee – und das aus gutem Grund. Hier liegt die tiefste Stelle des gesamten Sees mit zahlreichen Plateaus und extremen Tiefenunterschieden von bis zu 30 Metern auf nur wenigen Metern Distanz. Diese Strukturen ziehen Raubfische magisch an.
Besonders erfolgreich ist die Bucht für Watangeln – du kannst mit Wathose teilweise bis zu 100 Meter in den See hinausgehen. Ein echter Geheimtipp: Bei Lochschwab (Nordseite der Bucht) steht ein Kreuz im Wasser – dort beginnt die Kante, an der du auf Seeforellen und Bachforellen im Frühjahr sehr gute Chancen hast.
Am südlichen Ende des Sees, rund um Seeshaupt, findest du erstklassige Bedingungen für Hecht, Zander, Barsch und Forelle. Hier kannst du sowohl vom Land als auch vom Boot angeln. Der Vorteil: Das Südufer ist weniger frequentiert als die beliebten Spots am Ostufer – du hast mehr Ruhe und oft bessere Chancen auf ungestörte Fische.
Rund um Herrsching ist das Gewässer besonders reich an Hecht, Karpfen, Schleie und Wels. Du kannst hier sowohl vom Ufer als auch vom Boot angeln. Der Bereich ist gut erreichbar und bietet eine gute Infrastruktur – ideal für Tagesausflüge.
Ein echter Insider-Tipp sind die Dampferstege, die rund um den Ammersee verteilt sind. Diese öffentlich zugänglichen Stege reichen oft bis ins tiefe Wasser – perfekt für Friedfische, Barsche, Zander und Renken. Wichtig: Du brauchst eine schriftliche Erlaubnis des Steg-Inhabers zum Angeln, und du musst den Dampfern Platz machen, wenn sie anlegen.
Für Friedfischangeln sind die Abschnitte bei Wartaweil und Aidenried ideal. Hier gibt es wenig Badebetrieb und zahlreiche ruhige Buchten, in denen du ungestört angeln kannst. Besonders im Frühjahr und Herbst lohnt sich dieser Bereich.
Im Sommer konzentrieren sich viele Zander, Barsche, vereinzelt Hechte und sogar Waller am Auslauf des Sees. Dieser Bereich ist besonders produktiv, wenn es draußen heiß ist und die Fische sauerstoffreiches Wasser suchen.
Boot oder kein Boot? Aufgrund der Größe und Tiefe des Ammersees sind deine Erfolgschancen vom Boot aus deutlich höher – besonders auf Raubfische, Seeforellen und Renken. Wenn du regelmäßig am Ammersee angeln möchtest, lohnt sich die Investition in ein Boot oder zumindest die Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Bootsangler.
Am Ammersee funktionieren verschiedene Methoden – welche du wählst, hängt von deiner Zielfischart ab. Die erfolgreichste Methode ist Spinnfischen auf Hecht, Zander und Barsch. Daneben sind Grundangeln, Schleppfischen vom Boot und das klassische Hegenefischen auf Renken sehr beliebt.
Das Renkenangeln mit der Hegene ist eine echte Spezialität am Ammersee. Die Hegene ist eine Montage mit mehreren kleinen Nymphen, die steigende Mückenlarven imitieren – die Hauptnahrung der Renken. Die Technik erfordert Geduld und Fingerspitzengefühl: Du hebst die Rute langsam an und lässt sie wieder absinken, in Zeitlupe.
Wichtig: Du brauchst eine sensible Rutenspitze und eine dünne geflochtene Schnur (0,04-0,10 mm), um die vorsichtigen Bisse der Renken überhaupt zu spüren. Besonders erfolgreich ist diese Methode im **Juni und Juli** – täglich 4-5 Renken pro Person sind realistisch, das Tageslimit von 5 Fischen ist schnell erreicht.
Spinnfischen ist am Ammersee die Königsdisziplin. Ob vom Ufer oder vom Boot – mit Gummifischen, Wobblern und Blinkern kannst du gezielt Hechte, Zander und Barsche jagen. Die beste Zeit für Hecht ist Frühling und Herbst ganztags, im Sommer konzentrierst du dich auf die frühen Morgenstunden und späten Abendstunden.
Zander stehen im Frühjahr in flachen, ufernahen Zonen, wo das Wasser schneller warm wird. Im Herbst beginnt ihre Hauptfressphase – dann sind sie besonders aggressiv und nehmen Köder bereitwillig.
Für Friedfische wie Brassen, Schleien und Karpfen funktioniert klassisches Grundangeln hervorragend. Mit Feederruten oder Posenmontagen kannst du gezielt die ruhigen Buchten und Uferbereiche befischen.
Schleppfischen vom Boot ist besonders für Seeforellen, Hechte und Zander erfolgreich. Du deckst damit große Wasserflächen ab und findest schnell die aktiven Fische.
Eine einzigartige Besonderheit am Ammersee ist das Watangeln auf Seeforellen und Bachforellen im Frühjahr. Mit einer Wathose kannst du in der Herrschinger Bucht bis zu 100 Meter in den See hinauswaten und gezielt die Flachwasserzonen befischen, in denen die Forellen jagen. Diese Methode erfordert Mut und gute Ausrüstung – aber die Fänge können spektakulär sein.
Timing ist am Ammersee entscheidend. Tagsüber herrscht oft "tote Hose" – die Fische sind träge und zeigen wenig Interesse an Ködern. Deine besten Chancen hast du in den Dämmerphasen:
Das Wetter hat enormen Einfluss auf das Beißverhalten. An windigen, leicht trüben Tagen beißen die Fische oft besser als bei strahlendem Sonnenschein und Windstille. Nach Gewittern oder bei Wetterumschwüngen kann es richtig gut laufen – dann sind die Fische aktiver als sonst.
| Kriterium | Uferangeln Einsteigerfreundlich | Höhere Erfolgschance Bootsangeln Empfohlen |
|---|---|---|
Erreichbare Spots | Begrenzt auf Uferbereiche | Gesamter See zugänglich |
Erfolgschance auf Raubfische | ||
Erfolgschance auf Renken | ||
Kosten | Nur Angelkarte | Boot + Ausrüstung |
Flexibilität | Abhängig von Uferstruktur | Maximale Flexibilität |
Anfängerfreundlich |
Der Ammersee beherbergt alle heimischen mitteleuropäischen Fischarten. Die Hauptfischarten sind Renken (Brotfisch der Berufsfischer), Hecht, Zander, Barsch, Seeforelle, Saibling, Aal, Wels, Rapfen sowie verschiedene Weißfische wie Brassen, Rotaugen, Rotfedern, Schleien und Ukelei. Eine Besonderheit sind die drei endemischen Arten: Ammersee-Kaulbarsch, Ammersee-Tiefensaibling und Ammersee-Renke, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt.
Die besten Beißzeiten sind morgens zwischen 5-8 Uhr und abends zwischen 8-11 Uhr. Tagsüber ist meist wenig los. Für Hecht sind Frühling und Herbst ideal (ganztags), im Sommer nur frühe Morgen- und späte Abendstunden. Renkenangeln ist besonders im Juni und Juli erfolgreich. Zander stehen im Frühjahr in Ufernähe, im Herbst beginnt ihre Hauptfressphase. Das Wetter hat enormen Einfluss – windige, leicht trübe Tage sind oft produktiver als strahlender Sonnenschein.
Ein Boot ist nicht zwingend erforderlich, aber sehr empfehlenswert. Aufgrund der Größe (46,6 km²) und Tiefe (bis 81 Meter) sind die Erfolgschancen vom Boot deutlich höher – besonders auf Raubfische, Seeforellen und Renken. Vom Ufer aus kannst du vor allem Friedfische und gelegentlich Hechte und Barsche fangen, aber viele produktive Bereiche bleiben unerreichbar. Bootsangeln ist vom 15. April bis 31. Oktober erlaubt.
Angelkarten erhältst du bei mehreren Fischereien rund um den See: Fischerei Schlamp in Herrsching (Tel. 08152-969533), Josef Perchtold in Breitbrunn (Tel. 08152-6324), Cafe Forster in Schondorf, Fischerei Marx in Utting und Fischerei Gastl in Diessen. Du benötigst deinen gültigen Jahresfischereischein und Personalausweis im Original. Preise: Tageskarte 20 €, Wochenkarte 40 €, Monatskarte 80 €, Jahreskarte 190 €.
Ja, am Ammersee gibt es schraffierten Bereiche, in denen das Angeln verboten ist. Diese Schongebiete sind auf der offiziellen Gewässerkarte eingezeichnet, die du bei den Kartenausgabestellen erhältst. Zusätzlich gelten zeitliche Einschränkungen: Vom 01.03. bis 14.04. ist nur Uferangeln erlaubt, vom 15.04. bis 14.05. ist Bootsangeln nur zum Hegenefischen (auf Renken) gestattet. Alle Details findest du unter www.ammersee-fischer.de.
Am Ammersee gelten strenge Fangbegrenzungen: Maximal 5 Renken pro Tag, maximal 1 Zander pro Tag und maximal 1 Seeforelle pro Woche. Eine Besonderheit: Jeder gefangene Hecht und Waller muss entnommen werden – du hast keine Wahl zwischen Entnahme und Zurücksetzen. Diese Regelung soll das ökologische Gleichgewicht im See bewahren. Zusätzlich sind fotorealistische Echtzeitecholote mit Live-Sonar-Technik verboten.
Hegenefischen ist eine spezielle Methode zum Renkenangeln. Die Hegene ist eine Montage mit mehreren kleinen Nymphen, die steigende Mückenlarven imitieren – die Hauptnahrung der Renken. Du hebst die Rute langsam in Zeitlupe an und lässt sie wieder absinken. Wichtig: Du brauchst eine sensible Rutenspitze und eine sehr dünne geflochtene Schnur (0,04-0,10 mm), um die vorsichtigen Bisse zu spüren. Besonders erfolgreich ist diese Methode im Juni und Juli – täglich sind 4-5 Renken realistisch.
Der Ammersee ist Bayerns artenreichster See mit allen heimischen mitteleuropäischen Fischarten. Besonders faszinierend sind die drei endemischen Arten (Ammersee-Kaulbarsch, -Tiefensaibling, -Renke), die es nirgendwo sonst gibt. Zudem kannst du hier eine einzigartige Angelmethode erleben: Watangeln im Frühjahr, bei dem du mit Wathose bis zu 100 Meter in den See hinausgehst, um Seeforellen zu fangen. Der See gilt als anspruchsvoll – trotz hohem Fischbestand brauchst du Erfahrung und Geduld.
Der Ammersee ist kein Gewässer für schnelle Erfolge. Mit seinen **46 Quadratkilometern Wasserfläche** und **bis zu 81 Metern Tiefe** verlangt er dir Geduld, Ortskenntnis und die richtige Strategie ab. Aber genau das macht den Reiz aus: Wenn du die besten Spots kennst, zur richtigen Zeit am Wasser bist und die passende Methode wählst, wirst du mit unvergesslichen Fängen belohnt.
Die Top-3-Tipps für deinen Erfolg am Ammersee:
Ob du auf die endemischen Renken angelst, kapitale Hechte jagst oder die spektakuläre Methode des Watangelns ausprobierst – der Ammersee bietet Angelerlebnisse, die du an kaum einem anderen bayerischen Gewässer findest. Pack deine Ausrüstung, hol dir eine Angelkarte und erlebe selbst, warum dieser See Angler aus ganz Deutschland begeistert.
Entdecke weitere Top-Gewässer in Bayern und Deutschland – mit detaillierten Guides, Hotspots und Insider-Tipps!