Barsche am Arendsee
Einer der besten Barsch-Seen Norddeutschlands – mit glasklarem Wasser, extremen Tiefenkanten und kapitalen Exemplaren

Einer der besten Barsch-Seen Norddeutschlands – mit glasklarem Wasser, extremen Tiefenkanten und kapitalen Exemplaren
Wenn du am Ufer des Arendsees stehst und aufs Wasser blickst, siehst du warum dieser See so besonders ist. Mit einer Sichttiefe von bis zu 10 Metern ist das Wasser glasklar – fast wie in einem Bergsee. Und genau das macht den Arendsee zu einem Top-Revier für Barsche.
Der Arendsee ist mit 487 Hektar der größte natürliche See in Sachsen-Anhalt. Was ihn aber wirklich interessant macht: Er ist bis zu 52 Meter tief – einer der tiefsten Seen Norddeutschlands. Diese extremen Tiefenunterschiede schaffen Tiefenkanten, an denen sich Barsche regelrecht stapeln.
Die Hauptnahrung der Barsche hier sind Kleine Maränen – ein Fisch, der normalerweise in den Alpen vorkommt. Am Arendsee wurden sie seit Jahrzehnten gezüchtet, und genau diese Maränenschwärme ziehen kapitale Raubfische an. Barsche von über 40 Zentimetern sind hier keine Seltenheit.
Der Arendsee hat einen strukturarmen Charakter – es gibt keine versunkenen Bäume, kaum Kraut und wenige klassische Strukturen. Trotzdem gibt es absolute Hotspots, wenn du weißt wo.
Das Nordufer ist die beste Zone für Barsche. Hier findest du größere Flachwasserbereiche mit ausgeprägten Schilfgürteln – perfekte Jagdreviere für Barsche. Während am Süd- und Westufer Campingplätze und Badestellen sind, ist das Nordufer deutlich ruhiger und naturbelassener.
Der Trick: Wirf von der Seeseite aus an die Schilfkante. Die Barsche stehen oft zwischen Schilf und erster Tiefenkante und jagen Brütlinge und kleine Maränen.
Die absolute Top-Struktur sind die Tiefenkanten, die 50-100 Meter vom Ufer entfernt verlaufen. Hier fällt der Grund von 7-8 Metern auf 12-15 Meter ab – genau an diesen Kanten stehen die Barsche.
Ohne Echolot wird es schwierig, diese Kanten zu finden. Eine Tiefenkarte bekommst du online bei der Genesis Social Map oder vor Ort am Zeltplatz gegenüber der Anmeldung. Mit einem Boot und Echolot kannst du die Kanten systematisch abfahren und die besten Stellen markieren.
Am Arendsee darfst du mit einem Boot mit Elektromotor fahren – Benzinmotoren sind verboten. Ein Echolot ist erlaubt und absolut empfehlenswert, um die Tiefenkanten zu finden.
Das glasklare Wasser des Arendsees hat einen entscheidenden Einfluss auf die Köderwahl. Barsche sind hier schnurscheu und vorsichtig – grelle Farben oder plumpe Präsentationen funktionieren nicht.
Die erfolgreichsten Farben am Arendsee sind Gelb und Braun – das bestätigen Angler immer wieder. Twister und Gummifische in diesen Tönen imitieren die Maränenbrut und kleine Rotaugen, die Hauptnahrung der Barsche.
Aufgrund der hohen Sichttiefe funktionieren auch natürliche Farben wie Grün, Blau und durchsichtige Köder mit Glitter sehr gut. Die Barsche können den Köder genau inspizieren – je natürlicher, desto besser.
Wobbler sind perfekt, um Barsche zu lokalisieren. Wirf einen kleinen Crankbait oder Minnow (5-7 cm) über die Tiefenkante und kurbel ihn mit mittlerem Tempo ein. Wenn du Kontakt zu Barschen hast – Nachläufer oder Bisse – wechsle auf Drop-Shot oder Gummifisch für mehr Fänge.
Dieser Trick funktioniert deshalb so gut: Wobbler provozieren Barsche durch ihre aggressive Aktion, aber die vorsichtigen Fische beißen nicht immer. Mit einem langsamer geführten Gummiköder kriegst du dann die Nachzügler.
Die Standardgröße für Barsche, funktioniert das ganze Jahr über
Im Winter für kapitale Exemplare, die Maränen jagen
Bei hoher Sichttiefe besonders effektiv
Crankbaits oder Minnows, um Barsche zu finden
Für vorsichtige Barsche an den Tiefenkanten
Unsichtbar im klaren Wasser, absolut wichtig
Wenn es eine Technik gibt, die am Arendsee unschlagbar ist, dann ist es Drop-Shot. Diese Methode wurde genau für Situationen entwickelt, wie du sie am Arendsee vorfindest: Klares Wasser, vorsichtige Fische, präzise Tiefenkanten.
Bei der Drop-Shot-Montage hängst du das Blei ans Ende der Schnur und den Haken mit Köder 30-50 cm darüber. Das erlaubt dir, den Köder lange an einer Stelle zu präsentieren, ohne dass er auf den Grund fällt.
Genau das ist der Vorteil: Wenn du eine Tiefenkante mit Barschen gefunden hast, lässt du das Blei auf den Grund sinken und zupfst die Rute leicht an. Der Gummifisch tanzt verführerisch über dem Grund – die Barsche können nicht widerstehen.
Lass die Montage bis zum Grund sinken – du spürst, wenn das Blei aufsetzt. Dann straffst du die Schnur leicht und machst kleine Zupfer mit der Rutenspitze. Der Köder tanzt auf der Stelle, das Blei bleibt am Grund.
Pause zwischen den Zupfern: 2-5 Sekunden. Im Sommer eher kürzer, im Winter länger. Viele Bisse kommen genau in der Pause, wenn der Köder stillsteht.
Wenn die Barsche träge sind – etwa im Hochsommer oder bei kaltem Wetter – ist Drop-Shot unschlagbar. Die langsame, subtile Präsentation triggert auch inaktive Fische. Zupfe die Rute nur minimal an, fast wie ein Zittern – das reicht oft schon.
Barsche am Arendsee sind schnurscheu und vorsichtig – das klare Wasser zeigt ihnen jede Unachtsamkeit. Deshalb ist Finesse-Ausrüstung hier kein Luxus, sondern Pflicht.
Eine Spinnrute zwischen 1,80 und 2,40 Metern ist ideal. Das Wurfgewicht sollte bei 4-15 Gramm liegen – das reicht für kleine Gummifische und leichte Drop-Shot-Bleie.
Wichtig ist eine schnelle Spitzenaktion. Du musst jeden Zupfer am Köder spüren und vorsichtige Bisse erkennen. Eine weiche Rute schluckt zu viel Kontakt.
Eine Stationärrolle in der Größe 2000-2500 passt perfekt zur Finesse-Rute. Die Bremse sollte feinjustierbar sein – große Barsche können überraschend kämpfen, besonders im klaren Wasser.
Auf die Rolle kommt geflochtene Schnur in 0,08-0,10 mm. Dünne Geflechtschnur bringt Wurfweite und direkten Kontakt zum Köder – du spürst jeden Zupfer.
Das Vorfach ist entscheidend: Fluorocarbon in 0,20-0,25 mm und mindestens 1,5 Meter lang. Fluorocarbon ist im Wasser nahezu unsichtbar – bei der Sichttiefe am Arendsee ein Muss.
Spare nicht an der Schnur! Billige Geflechtschnüre haben oft ungleichmäßige Durchmesser – das kostet Wurfweite und führt zu Perücken. Investiere in Qualität, es lohnt sich.
Schnelle Spitzenaktion für direkten Köderkontakt
Feinjustierbare Bremse für den Drill großer Barsche
Dünne Schnur für Wurfweite und Kontakt
Mindestens 1,5 m lang, im klaren Wasser unverzichtbar
Zum Finden und Markieren der Tiefenkanten
Online bei Genesis Social Map oder vor Ort erhältlich
Timing ist beim Barschangeln am Arendsee extrem wichtig. Anders als in trüberen Gewässern sind die Barsche hier stark von Lichteinfall und Wassertemperatur abhängig.
Ab April bis Mai sind Barsche am Arendsee besonders aktiv. Die Wassertemperatur steigt, die Fische haben nach dem Winter Hunger und ziehen in die Flachwasserbereiche. Die Schilfkanten am Nordufer sind jetzt absolute Hotspots.
Wirf von der Seeseite aus an die Schilfkante und führe den Köder langsam parallel zum Ufer. Die Barsche patrouillieren entlang des Schilfs und schnappen sich alles, was sich bewegt.
Im Sommer konzentriert sich die Aktivität auf zwei Zeitfenster: Morgens von 5-8 Uhr und abends ab 19:30 Uhr. In diesen Zeiten ist das Licht gedämpft und die Barsche jagen aktiv.
Tagsüber bei voller Sonne ziehen sich die Barsche an die tieferen Kanten zurück (10-15 Meter). Hier funktioniert Drop-Shot auch bei schwacher Aktivität – die langsame Präsentation triggert selbst träge Fische.
Im Herbst und Winter jagen große Barsche Maränenschwärme – jetzt ist die Zeit für größere Köder von 8-10 cm. Die Fische stehen tiefer, oft an den Kanten von 12-15 Metern.
Die Köderführung wird langsamer: Längere Pausen (4-5 Sekunden) zwischen den Zupfern, weniger Action. Barsche sind bei kaltem Wasser träge, aber sie fressen trotzdem – du musst nur Geduld haben.
Barsche ziehen in Flachwasserbereiche und sind extrem aktiv. Die Schilfkanten am Nordufer sind absolute Hotspots.
Ganztägig aktiv, besonders vormittags 9-12 Uhr wenn die Sonne das Flachwasser erwärmt.
Kunstköderverbot: Vom 15. Februar bis 30. April gilt in Sachsen-Anhalt ein Verbot für Spinn- und Raubfischangeln mit Kunstködern. In dieser Zeit ist Barschangeln am Arendsee nicht erlaubt.
Der Arendsee verzeiht keine Unachtsamkeiten. Barsche im klaren Wasser sind extrem vorsichtig – kleine Fehler kosten dich Fänge. Hier sind die häufigsten Fehler und wie du sie vermeidest.
Der häufigste Anfängerfehler: Du nimmst eine 0,30er Monofil-Vorfach, weil du Angst vor Abrissen hast. Im glasklaren Wasser des Arendsees sehen Barsche diese Schnur sofort – und meiden den Köder.
Die Lösung: Fluorocarbon-Vorfach in 0,20-0,25 mm. Fluorocarbon ist nahezu unsichtbar und hat genug Tragkraft für große Barsche. Abrisse kommen am Arendsee praktisch nicht vor – es gibt keine Hänger am Grund.
Wenn du vom Angeln in trüben Gewässern kommst, machst du wahrscheinlich zu viel Action. Am Arendsee gilt: Weniger ist mehr.
Die Lösung: Führe den Köder langsam und mit langen Pausen. Besonders bei Drop-Shot reichen minimale Zupfer. Die Barsche können den Köder genau sehen – grobe Bewegungen wirken unnatürlich.
Du kommst um 14 Uhr im Hochsommer ans Wasser und wunderst dich, dass nichts beißt. Im klaren Wasser des Arendsees sind Barsche extrem lichtempfindlich.
Die Lösung: Früh morgens (5-8 Uhr) oder abends (ab 19:30 Uhr) ans Wasser. Im Frühjahr und Herbst ist die Tageszeit weniger kritisch, im Sommer entscheidend.
Du wirfst blind vom Ufer und hoffst auf Glück. Am Arendsee stehen Barsche an ganz bestimmten Tiefenkanten – ohne Karte oder Echolot fischst du oft am falschen Platz.
Die Lösung: Besorge dir die Tiefenkarte bei der Genesis Social Map oder vor Ort am Zeltplatz. Mit Boot und Echolot kannst du die Kanten systematisch abfahren und die besten Stellen markieren.
Du nimmst einen knallorangen oder neongrünen Gummifisch, weil der in anderen Gewässern gut funktioniert. Am Arendsee mit seiner extremen Sichttiefe wirken diese Farben unnatürlich.
Die Lösung: Natürliche Farben wie Gelb, Braun, Grün und Blau. Durchsichtige Köder mit Glitter funktionieren ebenfalls sehr gut. Die Barsche jagen Maränen und kleine Weißfische – imitiere diese Beute.
Angelkarten bekommst du bei der Tourist-Info in Arendsee (Töbelmannstraße 1) oder bei der Fischerei Kagel am Maränenhof. Du musst deinen gültigen Fischereischein vorlegen.
Preise: Tageskarte kostet 10 Euro, ermäßigt 5 Euro. Es gibt auch Wochen- und Jahreskarten.
Die erfolgreichsten Farben sind Gelb und Braun – das bestätigen Angler immer wieder. Gummifische und Twister in diesen Tönen imitieren die Maränenbrut, die Hauptnahrung der Barsche.
Größe: 3-5 cm für normale Barsche, bis 10 cm im Winter für große Exemplare. Aufgrund der hohen Sichttiefe funktionieren auch natürliche Farben wie Grün, Blau und durchsichtige Köder mit Glitter sehr gut.
Die absolute Top-Struktur sind die Tiefenkanten, die 50-100 Meter vom Ufer entfernt verlaufen. Hier fällt der Grund von 7-8 Metern auf 12-15 Meter ab – genau an diesen Kanten stehen die Barsche.
Besonders empfehlenswert ist das Nordufer mit größeren Flachwasserbereichen und Schilfgürteln. Wirf von der Seeseite aus an die Schilfkante – hier jagen Barsche Brütlinge und kleine Maränen.
Im Frühjahr ab April/Mai sind Barsche besonders aktiv – die beste Jahreszeit. Im Sommer konzentriert sich die Aktivität auf morgens (5-8 Uhr) und abends (ab 19:30 Uhr).
Im Herbst und Winter stehen die Barsche tiefer, sind aber mit Drop-Shot und größeren Ködern (8-10 cm) gut zu fangen. Wichtig: Vom 15. Februar bis 30. April gilt ein Kunstköderverbot in Sachsen-Anhalt.
Ja, Boote mit Elektromotor sind erlaubt. Benzinmotoren sind verboten. Ein Echolot darfst du benutzen und ist sehr hilfreich, um die Tiefenkanten zu finden.
Mit Boot hast du einen riesigen Vorteil: Du kannst die Kanten systematisch abfahren, produktive Stellen markieren und immer wieder ansteuern. Vom Ufer aus erreichst du viele Top-Spots nicht.
Für Barsche gibt es keine Schonzeit. Allerdings gilt vom 15. Februar bis 30. April ein Kunstköderverbot für Spinn- und Raubfischangeln in Sachsen-Anhalt. In dieser Zeit ist Barschangeln mit Gummifisch, Wobbler oder Drop-Shot nicht erlaubt.
Ja, besonders im Frühjahr wenn die Barsche in die Flachwasserbereiche ziehen. Die Schilfkanten am Nordufer sind vom Ufer aus gut zu befischen.
Im Sommer und Winter sind die Tiefenkanten 50-100 Meter vom Ufer entfernt – da wird es vom Ufer aus schwierig. Mit einer langen Spinnrute (2,40 m) und dünner Schnur kannst du die näheren Kanten noch erreichen, aber ein Boot ist definitiv im Vorteil.
Besorge dir die Tiefenkarte des Arendsees – online bei der Genesis Social Map oder vor Ort am Zeltplatz (gegenüber der Anmeldung). Die Karte zeigt dir, wo die Tiefenkanten verlaufen.
Du kannst auch mit einem Lotblei messen: Wirf das Blei aus, lass es zum Grund sinken und zähle die Sekunden. Wenn du von 3 Sekunden (ca. 7-8 m) plötzlich auf 5-6 Sekunden kommst (12-15 m), hast du die Kante gefunden.
Der Arendsee ist kein Gewässer für Ungeduldige. Das glasklare Wasser und die extremen Tiefen erfordern eine durchdachte Strategie – aber genau das macht den Reiz aus.
Wenn du die Tiefenkanten gefunden hast, die richtigen Köderfarben verwendest und mit Finesse-Ausrüstung arbeitest, wirst du mit Fängen belohnt, die andere Gewässer nicht bieten. Kapitale Barsche über 40 Zentimeter sind hier keine Seltenheit – sie jagen Maränenschwärme und kämpfen im klaren Wasser wie Teufel.
Die drei wichtigsten Erfolgsfaktoren:
Der Arendsee belohnt Geduld und Präzision. Wenn du bereit bist, dich auf das Gewässer einzulassen und die Feinheiten zu beherrschen, wirst du Angeltage erleben, die du nie vergisst. Das Gefühl, wenn ein kapitaler Barsch im glasklaren Wasser auf deinen perfekt präsentierten Köder einsteigt – unbezahlbar.
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