Made Köder Guide
Warum die Made als Friedfischköder Nummer 1 gilt und wie die richtige Anköderung am dicken Ende den Unterschied macht

Warum die Made als Friedfischköder Nummer 1 gilt und wie die richtige Anköderung am dicken Ende den Unterschied macht
Als ich vor Jahren meine ersten Maden kaufte, ahnte ich nicht, dass ich damit den vielseitigsten Köder überhaupt in der Hand hielt. Ob kleines Rotauge oder kapitaler Karpfen - diese unscheinbaren weißen Larven haben sich als absoluter Allrounder erwiesen. Was folgte, waren konstante Fangerfolge über alle Jahreszeiten hinweg.
Die Made - botanisch korrekt als Fliegenmade oder Fliegenlarve bezeichnet - ist die Larve der gemeinen Stubenfliege oder Schmeißfliege. Diese weißen bis cremefarbenen Larven werden speziell für Angler gezüchtet und in verschiedenen Größen angeboten. Von der winzigen Pinkie bis zur großen Standard-Made gibt es für jeden Zielfisch die passende Variante.
Was macht Maden so universell? Die Kombination aus natürlicher Bewegung, Geruch und Größe spricht praktisch alle Süßwasserfische an. Fast alle Friedfische - von Rotauge über Brasse bis Karpfen - nehmen Maden begeistert. Aber auch Raubfische wie Aal, Barsch und sogar Forellen lassen sich mit Madenbündeln überlisten.
Der entscheidende Vorteil liegt in der ganzjährigen Verfügbarkeit und Funktionalität. Während andere Köder saisonal begrenzt sind, funktionieren Maden das ganze Jahr über - selbst im tiefsten Winter. Fische nehmen auch wenig bewegliche Maden bei Kälte an, was sie zum perfekten Winterköder macht.
Die Bewegung der Larven ist das Geheimnis ihres Erfolgs. Selbst am Grund liegend bewegen sich Maden ständig und erzeugen dadurch Vibrationen im Wasser. Diese natürliche Eigenbewegung lockt Fische aus weiter Entfernung an und reizt sie zum Biss - ohne dass du aktiv führen musst.
Besonders vielseitig sind Maden in der Kombination mit Futter. Ins Anfutter gemischt, erzeugen sie zusätzliche Lockwirkung durch ihre Bewegung. Dieses Zusammenspiel aus Futter und lebenden Ködern am Haken ist beim Friedfischangeln nahezu unschlagbar und hat mir schon unzählige erfolgreiche Angelausflüge beschert. Auch in Kombination mit Mais sind Maden besonders fängig.
Nicht alle Maden sind gleich. Im Angelgeschäft findest du verschiedene Typen, die sich in Größe, Farbe und Einsatzzweck unterscheiden. Die Wahl der richtigen Made kann entscheidend für deinen Fangerfolg sein.
Standard-Fliegenmaden sind die klassischen weißen bis cremefarbenen Larven mit etwa 1-1,5 cm Länge. Sie sind der Allrounder schlechthin und funktionieren für praktisch alle Friedfische. Bei korrekter Lagerung bei 1-3°C im Kühlschrank halten sie bis zu 3 Monate. Diese Universalköder sollten in keiner Tacklebox fehlen.
Pinkies sind deutlich kleinere Maden mit rosa bis roter Färbung. Mit nur 0,5-0,8 cm Länge eignen sie sich perfekt für kleinere Friedfische wie Rotaugen, Rotfedern und Ukelei. Der große Vorteil: Sie halten bei 1-3°C sogar bis zu 6 Monate und verpuppen sich langsamer als normale Maden.
Jumbo-Maden oder Gozzers sind besonders große Larven mit bis zu 2 cm Länge. Sie werden gezielt für größere Zielfische wie Brassen, Karpfen und Schleien eingesetzt. Die Größe schreckt Kleinfische ab und spricht gezielt kapitale Exemplare an.
Gefärbte Maden gibt es in verschiedenen Farben wie rot, gelb, bronze oder grün. Wichtig zu wissen: Der Verkauf gefärbter Maden ist in Deutschland verboten, da die verwendeten Farbstoffe als krebserregend gelten. Du darfst aber Maden selbst färben mit natürlichen Farbstoffen wie Kurkuma (bronze), Rote Bete (rot) oder Blütenstaub. Beachte dabei immer die jeweilige Gewässerordnung.
Tote Maden sind ein Geheimtipp für schlammige Gewässer. Während lebende Maden sich in den Schlamm graben, bleiben tote Maden im Sichtfeld der Fische liegen. An manchen Gewässern mit weichem Grund funktionieren sie sogar besser als lebende Köder.
Standard-Maden: 1-1,5 cm, weiß/creme, Allrounder, 3 Monate Haltbarkeit. Pinkies: 0,5-0,8 cm, rosa/rot, für Kleinfische, 6 Monate Haltbarkeit. Jumbo-Maden: bis 2 cm, für kapitale Fische. Beachte: Verkauf gefärbter Maden ist verboten - selbst färben mit Naturfarben erlaubt.
Die außergewöhnliche Vielseitigkeit der Made zeigt sich in der breiten Palette an Zielfischen. Von winzigen Weißfischen bis zu kapitalen Karpfen - kaum ein Köder spricht so viele Arten an wie die Made.
Rotaugen, Rotfedern und Ukelei sind die klassischen Zielfische für Maden. Mit Pinkies oder einzelnen Standard-Maden am Haken der Größe 14-18 fängst du diese Weißfische zuverlässig. Die Eigenbewegung der Made lockt selbst vorsichtige Fische aus der Deckung.
Brassen reagieren besonders gut auf 2-3 Maden am Haken oder Jumbo-Maden. Diese größeren Happen sprechen gezielt kapitale Exemplare an. Kombiniert mit Futter, das ebenfalls Maden enthält, entsteht eine unwiderstehliche Lockwirkung für diese Grundfische.
Karpfen lassen sich ebenfalls mit Maden fangen. Zwar sind Boilies der Standardköder, aber Madenbündel am Haar-Rig können besonders an stark befischten Gewässern den entscheidenden Unterschied machen. Vorsichtige Karpfen, die auf klassische Köder nicht reagieren, nehmen manchmal überraschend gut auf Maden.
Schleien zeigen großes Interesse an Maden, besonders in den frühen Morgenstunden. 2-4 Maden am Grund präsentiert, kombiniert mit gezieltem Anfüttern, bringen konstant Schleien ans Band. Die weiche Konsistenz kommt dem vorsichtigen Fressverhalten entgegen.
Barben und Döbel nehmen Maden ebenfalls gerne. In Fließgewässern mit der Strömung driftende Maden imitieren perfekt natürliche Nahrung. Diese kampfstarken Fische bieten an leichtem Gerät mit Maden als Köder großartigen Angelsport.
Überraschenderweise funktionieren Maden auch für Raubfische. Aale lieben Madenbündel (6-8 Maden) am Grundblei in lauen Sommernächten. Barsche schnappen sich ebenfalls gerne ein Madenbündel, besonders in kalten Monaten, wenn sie träger sind. Sogar Forellen nehmen Madenbündel am Forellensee an, und gelegentlich beißt auch mal ein Hecht auf größere Madenbündel.
Die universelle Einsetzbarkeit macht Maden zum perfekten Köder für Ansitzangler, die verschiedene Fischarten befischen möchten. Mit einem Vorrat an Maden bist du für praktisch jede Situation am Süßwasser gerüstet.
Eigenbewegung lockt selbst vorsichtige Weißfische zuverlässig
Kombiniert mit Futter unwiderstehlich für Grundfische
Funktioniert besonders bei vorsichtigen Fischen an schwierigen Gewässern
Weiche Konsistenz perfekt für vorsichtiges Fressverhalten
Imitiert natürliche Nahrung in Fließgewässern perfekt
Geruch und Bewegung locken Aale in Sommernächten an
Wenn Barsche träger sind, funktionieren Madenbündel gut
Madenbündel können auch Raubfische überlisten
Die korrekte Anköderung ist entscheidend dafür, dass die Made lebendig bleibt und nicht ausläuft. Die wichtigste Regel: Niemals durch die Körpermitte stechen - dort befinden sich die lebenswichtigen Organe und die Made läuft sofort aus.
Die Standard-Methode: Am dicken Ende anködern. Am dickeren Ende der Made befinden sich zwei kleine braune Punkte - das sind die Atemlöcher. Genau hier stichst du den Haken knapp unterhalb durch. Die Made bleibt so lange lebendig, bewegt sich natürlich und hält bombenfest am Haken.
Hakenwahl ist entscheidend: Verwende feindrähtige Haken der Größe 12-18 für kleine Fische wie Rotaugen. Für größere Zielfische wie Brassen oder Karpfen eignen sich Größen 10-14. Dickere Haken lassen Maden platzen - immer feindrähtig bleiben!
Der Zwei-Maden-Trick gegen Propellereffekt: Wenn du 2 Maden verwendest, steche eine durchs dicke, eine durchs dünne Ende. Diese Anordnung verhindert, dass die Maden beim Auswerfen rotieren wie ein Propeller - ein häufiges Problem, das die Schnur verdreht und Perückenbildung verursacht.
Madenbündel für große Fische: Für kapitale Friedfische, Aale oder Barsche funktionieren 6-8 Maden gebündelt auf Hakengröße 10 hervorragend. Ziehe die Maden nacheinander auf den Haken, variiere dabei zwischen dickem und dünnem Ende für gleichmäßige Verteilung. Das Bündel erzeugt mehr Duft und optische Reize.
Spezialfall: Tote Maden. An schlammigen Gewässern funktionieren tote Maden manchmal besser als lebende. Während sich lebende Maden in den Schlamm graben, bleiben tote Maden sichtbar im Sichtfeld der Fische. Einfach mehrere tote Maden auf den Haken ziehen und am Grund präsentieren.
Kunstmaden-Kombi für Farbe und Bewegung: Erfahrene Angler kombinieren oft bunte Kunstmaden auf den Hakenschenkel und eine echte Made auf die Hakenspitze. Diese Kombination vereint optischen Reiz (Farbe), Bewegung und natürlichen Duft - eine unschlagbare Mischung an schwierigen Tagen.
Made plus Mais oder Hanf ist eine beliebte Kombination beim Karpfen- und Schleienangeln. Ein Maiskorn am Haken, dann 2-3 Maden darüber - diese Kombi vereint verschiedene Lockreize und kann den entscheidenden Unterschied machen.
Aromatisierung für Extra-Reiz: Maden lassen sich mit verschiedenen Aromas aufwerten. Vanille, Koriander, Kaffee, Maggi oder Parmesan steigern die Fängigkeit. Besonders Zimt für Karpfen und Schleien sowie Parmesan für Barben und Brassen sind Geheimtipps vieler erfolgreicher Angler.
Beim Aufziehen von 2 Maden steche eine durchs dicke Ende (wo die 2 braunen Punkte sind) und eine durchs dünne Ende. Diese unterschiedliche Anordnung verhindert die rotierende Propellerwirkung beim Auswerfen, die sonst Schnurverdrall und Perücken verursacht.
Die korrekte Lagerung von Maden ist der Schlüssel zu ihrer Haltbarkeit. Bei optimaler Temperatur von 1-3°C im Kühlschrank halten Standard-Maden bis zu 3 Monate, Pinkies sogar bis zu 6 Monate. Diese niedrige Temperatur verlangsamt ihren Stoffwechsel und verhindert die Verpuppung.
Aufbewahrungsbehälter richtig vorbereiten: Verwende einen verschließbaren Behälter mit Luftlöchern. Fülle ihn mit feuchten (nicht nassen) Sägespänen oder einer Lagerungsmischung aus 30% Maismehl, 50% Maisgrieß und 20% Reis. Diese Substrate halten die Maden trocken und verhindern Aneinanderkleben.
Regelmäßige Kontrolle ist Pflicht: Alle 3-5 Tage tote Maden aussortieren. Tote Maden erkennst du an dunkler Verfärbung und fehlender Bewegung. Sie können gesunde Maden schädigen und müssen entfernt werden. Wechsle bei dieser Gelegenheit auch das Substrat, wenn es feucht geworden ist.
Kondenswasser vermeiden: Achte darauf, dass sich kein Kondenswasser im Behälter sammelt. Zu viel Feuchtigkeit schadet den Maden. Wenn Kondenswasser auftritt, wechsle das Substrat und lasse den Behälter kurz lüften.
Profi-Lagerungsmischung für lange Haltbarkeit: Fortgeschrittene Angler schwören auf eine Mischung aus 30% Maismehl + 50% Maisgrieß + 20% Reis bei 1-2°C. Diese Kombination hält Maden bei optimaler Lagerung 2-3 Monate frisch und aktiv.
Vorbereitung für den Angeltag: Im Winter solltest du die Madendose in dicke Socke packen und in der Jackentasche warmhalten. Eingefrorene Maden sind wertlos. Die beste Angelzeit im Winter liegt zwischen 11-16 Uhr, wenn die Temperaturen am höchsten sind.
Wichtig: Maden funktionieren ganzjährig, auch im tiefsten Winter. Die Bewegung ist dabei nicht kritisch - Fische nehmen auch wenig bewegliche Maden bei Kälte an. Das macht sie zum perfekten Winterköder, wenn andere Köder versagen.
Die Kombination von Maden im Futter ist eine der erfolgreichsten Techniken beim Friedfischangeln. Mische lebende Maden ins Anfutter - ihre Bewegung erzeugt zusätzliche Lockwirkung. Die Fische werden durch das Futter angelockt und finden dann deine Hakenköder.
Posenangeln auf Weißfische: Klassische Waggler-Pose oder Feststellpose mit 1-2 Maden am Haken. Stelle die Tiefe so ein, dass die Maden etwa 10-30 cm über dem Grund schweben. Diese Methode funktioniert hervorragend für Rotaugen, Rotfedern und Brassen.
Grundangeln auf kapitale Friedfische: Verwende ein Laufblei oder Futterkorb-Montage mit 3-5 Maden am Haar-Rig oder direkt am Haken. Diese Methode ist besonders erfolgreich auf Brassen, Karpfen und Schleien. Das Futter im Korb lockt Fische an, die dann dein Madenbündel entdecken.
Stippen und Matchfischen: Mit leichter Stipprute oder Matchrute und feinem Vorfach (0,10-0,14mm) sind Maden der perfekte Köder. Füttere regelmäßig mit Madenmischung nach und halte die Fische im Schwarm. Diese aktive Methode bringt oft 20-30 Weißfische pro Stunde.
Feedern in Fließgewässern: Futterkorb-Montagen mit Madenbündel am Haken funktionieren hervorragend in Flüssen. Die Strömung verteilt das Futter und die Maden-Duftspur lockt Barben, Döbel und Brassen aus weiter Entfernung an.
Nachtangeln auf Aal: 6-8 Maden gebündelt am Grundblei in lauen Sommernächten. Aale reagieren stark auf den Geruch und die Bewegung des Madenbündels. Verwende größere Haken (Größe 6-10), damit das Bündel gut sitzt.
Tote-Maden-Taktik für Schlammböden: An Gewässern mit weichem, schlammigem Grund graben sich lebende Maden sofort ein. Tote Maden bleiben sichtbar im Sichtfeld der Fische liegen. Diese Spezialtaktik kann an solchen Gewässern deutlich erfolgreicher sein als lebende Köder.
Verwende feine Ruten (Stipp-, Match- oder leichte Feederrute) mit sensibler Spitze, kleine Stationärrollen (1000-2500er) und dünne Schnur 0,10-0,16mm. Feindrähtige Haken Größe 12-18 verhindern Auslaufen der Maden. Die sensitive Ausrüstung überträgt auch vorsichtigste Bisse direkt.
Nach jahrelanger Praxis mit Maden habe ich eine klare Vorstellung von ihren Stärken und Schwächen entwickelt. Lass mich dir eine ehrliche Einschätzung geben.
Universeller Friedfischköder Nummer 1: Maden funktionieren für praktisch alle Süßwasserfische - von winzigen Weißfischen bis zu kapitalen Karpfen. Diese Vielseitigkeit macht sie zum perfekten Allrounder, der in jede Tacklebox gehört.
Ganzjährige Verfügbarkeit und Funktionalität: Im Gegensatz zu saisonalen Ködern funktionieren Maden das ganze Jahr über, auch im tiefsten Winter. Fische nehmen selbst wenig bewegliche Maden bei Kälte an - ein riesiger Vorteil gegenüber anderen Naturködern.
Natürliche Bewegung lockt Fische: Die Eigenbewegung der Larven erzeugt Vibrationen im Wasser, die Fische aus weiter Entfernung anlocken. Selbst passiv am Grund liegend arbeiten Maden aktiv für dich.
Lange Haltbarkeit bei richtiger Lagerung: Bei optimalen 1-3°C halten Standard-Maden bis zu 3 Monate, Pinkies sogar bis zu 6 Monate. Das macht sie praktisch für Angler, die nicht jedes Mal frische Köder kaufen möchten.
Perfekte Kombination mit Futter: Maden im Anfutter gemischt erzeugen zusätzliche Lockwirkung. Diese Synergie aus Futter und Hakenköder ist beim Friedfischangeln nahezu unschlagbar.
Günstig und überall verfügbar: Maden sind in jedem Angelgeschäft erhältlich und mit 2-4 Euro für eine große Portion sehr preiswert im Vergleich zu anderen Lebendködern.
Regelmäßige Pflege erforderlich: Alle 3-5 Tage musst du tote Maden aussortieren und das Substrat kontrollieren. Diese regelmäßige Pflege ist zeitaufwendig, aber notwendig für lange Haltbarkeit.
Kühllagerung zwingend notwendig: Ohne Kühlschrank bei 1-3°C verpuppen sich Maden innerhalb weniger Tage. Nicht jeder hat die Möglichkeit oder möchte Maden im Kühlschrank aufbewahren.
Empfindlich beim Anködern: Falsches Anködern lässt Maden auslaufen. Besonders Anfänger haben anfangs Schwierigkeiten, Maden korrekt am dicken Ende aufzuziehen, ohne sie zu beschädigen.
Kleinfische als Plage: An Gewässern mit vielen Kleinfischen werden Maden oft sofort von Ukeleien, Rotaugen oder Barschen abgenommen, bevor größere Zielfische eine Chance haben. Ständiger Köderwechsel kann frustrierend sein.
Hygienische Bedenken: Nicht jeder möchte Fliegenlarven im Kühlschrank neben Lebensmitteln aufbewahren. Die Vorstellung kann für manche Menschen unangenehm sein.
Verpuppung bei falscher Temperatur: Bei zu warmer Lagerung beginnen Maden sich zu verpuppen. Einmal verpuppt, sind sie als Angelköder unbrauchbar und müssen entsorgt werden.
Nach jahrelanger Erfahrung mit Maden habe ich einige Tricks und Kniffe entwickelt, die den Fangerfolg deutlich steigern.
Maden im Futter für maximale Lockwirkung: Mische lebende Maden direkt ins Anfutter. Ihre Bewegung im Futter erzeugt zusätzliche Vibrationen und Reize. Die Kombination aus Futter und lebenden Larven ist beim Friedfischangeln kaum zu schlagen.
Aromatisierung mit Gewürzen: Vanille, Koriander, Kaffee, Maggi oder Parmesan steigern die Fängigkeit. Besonders Zimt für Karpfen und Schleien sowie Parmesan für Barben und Brassen sind Geheimtipps erfahrener Angler.
Färbung mit Naturfarben: Selbst färben ist erlaubt (Verkauf gefärbter Maden verboten). Kurkuma (bronze), Rote Bete (rot) oder Blütenstaub funktionieren hervorragend. Beachte immer die Gewässerordnung - manche Gewässer verbieten gefärbte Maden.
Im Winter warmhalten: Packe die Madendose in dicke Socke und in die Jackentasche. Eingefrorene Maden sind wertlos. Alternativ funktioniert ein Taschenwärmer in der Nähe der Dose. Die beste Angelzeit im Winter ist 11-16 Uhr, wenn die Temperaturen am höchsten sind.
Tote Maden als Joker auf Schlamm: An schlammigen Gewässern funktionieren tote Maden oft besser als lebende. Lebende graben sich ein, tote bleiben sichtbar im Sichtfeld der Fische. Probiere diese Taktik aus, wenn sonst nichts funktioniert.
Kunstmaden-Kombination für Farbe plus Duft: Ziehe bunte Kunstmaden auf den Hakenschenkel und eine echte Made auf die Hakenspitze. Diese Kombi vereint optischen Reiz, Bewegung und natürlichen Duft - eine unschlagbare Mischung.
Hakengröße variieren nach Zielfisch: Größe 14-18 für Weißfische, Größe 10-14 für Brassen und Karpfen, Größe 6-10 für Aale und Madenbündel. Immer feindrähtig bleiben - dickere Haken lassen Maden platzen.
Regelmäßig nachfüttern: Bei aktiver Angelei füttere alle 10-15 Minuten kleine Portionen mit Maden nach. Das hält die Fische im Schwarm und erhöht die Bissfrequenz deutlich.
Feinste Montagen für vorsichtige Fische: Bei schwierigen Bedingungen gehe auf 0,10-0,12mm Vorfach runter. Die feine Präsentation überlistet selbst misstrauische Fische. Achte dabei auf scharfe Haken für sichere Anschläge.
Madenbündel am Haar-Rig für große Brassen, Karpfen und Schleien: Ziehe 6-8 Maden auf ein kurzes Haar und präsentiere es am Grund. Das Bündel erzeugt starken Duft und optischen Reiz. Kombiniere es mit Futter, das ebenfalls Maden enthält - diese Synergie ist für kapitale Friedfische unwiderstehlich.
Maden sind der universelle Friedfischköder Nummer 1 und funktionieren für fast alle Süßwasserfische. Hauptzielfische sind Rotauge, Brasse, Karpfen, Schleie, Barbe und Döbel. Aber auch Raubfische wie Aal, Barsch, Forelle und selten Hecht nehmen Madenbündel an.
Steche den Haken knapp durchs dicke Ende - dort wo die 2 braunen Punkte (Atemlöcher) sind. Niemals durch die Körpermitte stechen, sonst läuft die Made aus. Bei 2 Maden: eine durchs dicke, eine durchs dünne Ende gegen Propellereffekt.
Bei optimaler Lagerung bei 1-3°C im Kühlschrank halten Standard-Maden bis zu 3 Monate, Pinkies sogar bis zu 6 Monate. Wichtig: Alle 3-5 Tage tote Maden aussortieren für maximale Haltbarkeit.
Ja, Maden funktionieren ganzjährig, auch im tiefsten Winter. Die Bewegung ist nicht kritisch - Fische nehmen auch wenig bewegliche Maden bei Kälte an. Wichtig: In dicke Socke + Jackentasche warmhalten gegen Einfrieren. Beste Angelzeit: 11-16 Uhr.
Selbst färben ist erlaubt (mit Naturfarben wie Kurkuma, Rote Bete, Blütenstaub), aber der Verkauf gefärbter Maden ist in Deutschland verboten - Farbstoffe gelten als krebserregend. Wichtig: Gewässerordnung beachten - manche Gewässer verbieten gefärbte Maden komplett.
Pinkies sind deutlich kleiner (0,5-0,8 cm) und rosa/rot gefärbt. Sie eignen sich perfekt für kleine Friedfische wie Rotaugen und Ukelei. Großer Vorteil: Bis zu 6 Monate Haltbarkeit bei 1-3°C, verpuppen sich langsamer als Standard-Maden.
Verwende feindrähtige Haken Größe 12-18 für kleine Fische (Rotaugen, Rotfedern), Größe 10-14 für größere Fische (Brassen, Karpfen), Größe 6-10 für Madenbündel auf Aal. Wichtig: Immer feindrähtig - dickere Haken lassen Maden platzen.
Tote Maden sind ein Geheimtipp für schlammige Gewässer. Während lebende Maden sich in den Schlamm graben, bleiben tote Maden sichtbar im Sichtfeld der Fische liegen. An manchen Gewässern mit weichem Grund funktionieren sie sogar besser als lebende Köder.
Nach jahrelanger Erfahrung mit Maden kann ich mit Überzeugung sagen: Sie verdienen ihren Titel als Friedfischköder Nummer 1. Wenn ich an einem neuen Gewässer angle und unsicher bin, welcher Köder funktioniert, greife ich immer zuerst zu Maden - die Erfolgschancen sind einfach unschlagbar hoch.
Die universelle Einsetzbarkeit ist das größte Plus: Von winzigen Rotaugen bis zu kapitalen Karpfen, von flachen Stillgewässern bis zu schnell fließenden Flüssen, vom Hochsommer bis zum tiefsten Winter - Maden funktionieren praktisch immer und überall. Diese Vielseitigkeit macht sie zum perfekten Allrounder.
Die natürliche Bewegung der Larven ist ihr Geheimnis. Selbst wenn du die Rute ablegst und wartest, arbeiten die Maden aktiv für dich - sie bewegen sich, erzeugen Vibrationen und locken Fische aus weiter Entfernung an. Diese Eigenbewegung ist durch keinen Kunstköder zu ersetzen.
Ja, Maden erfordern etwas Pflege: Kühllagerung bei 1-3°C, regelmäßiges Aussortieren toter Exemplare, vorsichtiges Anködern am dicken Ende. Aber wer diese einfachen Regeln beachtet, wird mit konstanten Fangerfolgen belohnt - und das über Monate hinweg, denn richtig gelagert halten Maden erstaunlich lange.
Die Kombination mit Futter macht den Unterschied: Maden ins Anfutter gemischt erzeugen eine Synergie, die beim Friedfischangeln kaum zu schlagen ist. Die Fische werden durch das Futter angelockt, entdecken die beweglichen Larven und nehmen dann auch deinen Hakenköder - eine Strategie, die sich tausendfach bewährt hat.
Mein Rat: Hab immer eine Portion Maden dabei. Sie kosten wenig, halten lange und funktionieren zuverlässig. Beachte die richtige Anköderung am dicken Ende (wo die 2 braunen Punkte sind), lagere sie bei 1-3°C im Kühlschrank und sortiere alle paar Tage tote Exemplare aus. Mit diesen einfachen Regeln hast du monatelang einen verlässlichen Köder zur Hand.
Ob du mit der Pose auf Weißfische angelst, mit dem Feeder auf Brassen oder Grund auf Karpfen - Maden bieten für jeden Angelstil die passende Variante. Und wenn du dann den ersten kapitalen Fisch landest, der sich von diesen unscheinbaren weißen Larven hat verführen lassen, wirst du verstehen, warum Maden seit Generationen der Köder Nummer 1 sind.
Pack dir beim nächsten Angelausflug eine Dose Maden ein, beachte die Lagerungstemperatur von 1-3°C, verwende feindrähtige Haken und köder am dicken Ende an. Die Belohnung wird nicht lange auf sich warten lassen - versprochen!
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